Aufatmen beim KSV Hessen: Ab jetzt schuldenfrei in die Zukunft

Kassel. Die gute Nachricht steht um 11.14 Uhr am Dienstag fest. Da sagt Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin: „Der Insolvenzplan des KSV Hessen Kassel wurde einstimmig angenommen."

Das bedeutet: Der Verein ist ab jetzt schuldenfrei. Aufatmen also nach der Gläubigerversammlung im Saal D 105/106 im Kasseler Amtsgericht.

Einzig eine theoretische Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen, besteht noch: Für Gläubiger, die nicht vor Ort waren, per Vollmacht dem Plan aber zustimmten. Die Gläubiger, die am Dienstagmorgen ins Amtsgericht kamen, verzichteten auf Rechtsmittel. Auch von den Übrigen wird kein Widerspruch mehr erwartet.

Der KSV Hessen kann damit finanziell bei null anfangen, auch wenn offiziell noch auf die Aufhebung des Verfahrens gewartet werden muss. „Wir haben schon mit diesem Ausgang gerechnet“, sagt Rüdlin. Eine andere Entscheidung der Gläubiger hätte wohl auch das Ende des Klubs bedeutet.

„Wäre dem Plan nicht zugestimmt worden, dann hätte die Einstellung des Vereinsbetriebs gedroht“, sagt die Insolvenzverwalterin. Die Mittel hätten dann nicht mehr ausgereicht, um den Etat für den Rest der Saison zu decken. Das ist aber nun vom Tisch. Auch weil fünf Gläubiger - wohl ehemalige Gremienmitglieder des Vereins - auf rund 980.000 Euro verzichteten.

Übrig blieben 125 Forderungen, die eine Summe von 1,2 Millionen Euro ergeben. Davon ausgeschüttet wird aber nur eine Quote von rund fünf Prozent. Schlussendlich bekommen die Gläubiger also lediglich eine Gesamtsumme von 60.000 bis 70.000 Euro ausgezahlt.

Der KSV Hessen kann nun in die Zukunft blicken. Und eine der wichtigsten Folgen brachte Rüdlin auf den Punkt: „Es ist ein Zeichen an die Sponsoren. Die wollen nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft des Vereins investieren.“

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