1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Aufsteiger Freiberg war zu Gast: Wieder kein Sieg für die Löwen

Erstellt:

Von: Frank Ziemke

Kommentare

Niederlage gegen Schlusslicht: Der KSV Hessen Kassel unterlag Pirmasens 0:3.
Die Löwen warten im Auestadion weiter auf den ersten Saisonsieg. © Andreas Fischer

Bei den Löwen läuft es weiter nicht rund. Auch nach dem vierten Spiel wartet Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel auf den ersten Saisonsieg.

Kassel – Gegen Aufsteiger Freiberg kamen die Gastgeber nur zu einem 0:0, zeigten sich defensiv zwar verbessert, in der Offensive aber erneut viel zu harmlos.

Es war einiges anders bei den Löwen gegenüber der Niederlage in Frankfurt. Weil Neuzugang Noah Jones in der Startelf stand. Weil Innenverteidiger Henrik Starostzik wieder dabei war. Aber vor allem auch, weil Trainer Tobias Damm taktisch einiges verändert hatte. So bildete Jones zusammen mit Jon Mogge eine Doppelspitze. In der Defensive agierten die Gastgeber meist als Fünferkette mit wechselnden Positionen.

So rückte Kapitän Frederic Brill immer wieder in die hinterste Linie zurück. Einmal wäre das fast schief gegangen. In der 20. Minute rang Brill als letzter Mann den Freiberger Quadie Barini zu Boden. Das war an der Grenze, Schiedsrichter Daniel Greef pfiff nicht. Aber die Löwen hatten auch Pech. Sie hätten bereits in Führung liegen können.

Nach einem schnellen Einwurf kam der Ball in der 10. Minute zu Steven Rakk, der sofort abzog, aber die Latte traf. In der 19. Minute hätte dann Jones seinen ersten großen Auftritt haben können. Nach einem feinen Zuspiel von Jascha Döringer zog er allein Richtung Strafraum. Der Abschluss war aber nicht energisch genug, um Torhüter Niclas Heimann Probleme zu bereiten.

Auch die Löwen-Defensive konnte sich über fehlende Beschäftigung nicht beklagen. Sie arbeitete zwar nicht immer souverän, aber im entscheidenden Moment eben doch energisch. So beispielsweise in der 40. Minute, als Starostzik und Alexander Mißbach einen Konter an der Strafraumgrenze stoppten.

Ein Schuss von Döringer aus der Drehung beendete dann die erste Hälfte, in der den Gastgebern Verunsicherung weiter anzumerken war. Mit unkonzentrierten Abspielen und schwachen Standards machte sich der KSV das Leben selbst schwer.

Direkt nach Wiederanpfiff hätte aber erneut der Führungstreffer fallen können. Diesmal kam Nael Najjars Flanke richtig gut, doch im Strafraum verpassten sowohl Döringer als auch Mogge. Kurz darauf bekam auch Nicolas Gröteke erstmals richtig zu tun. Einen gefährlichen Distanzschuss von David Tomic lenkte der Torhüter um den Pfosten.

Es fing also ordentlich an. Wirklich ansehnlich wurde es trotzdem nicht. Das Spiel waberte im Mittelfeld hin und her, in den Strafräumen passierte herzlich wenig. Positiv zumindest beim KSV: Anders als beim 1:3 in Frankfurt stand die Defensive stabiler. So wie in der 65. Minute, als Brill bei einem gefährlichen Freiberger Konter Marcel Sökler so weit abdrängte, dass dessen Schuss für Gröteke kein Problem war. Zu diesem Zeitpunkt stand der Kapitän endgültig in der Innenverteidigung, weil Starostzik mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz musste.

Etwas aufregend wurde es erst wieder in der 72. Minute. Da allerdings hätte es Elfmeter für den KSV geben können, vielleicht sogar müssen. Serkan Durna schickte mit einem feinen Pass den eingewechselten Daniele Vesco in den Strafraum. Dessen Flanke wurde abgewehrt, aber das sah sehr nach Handspiel aus. Greefs Pfeife aber blieb stumm.

In der Schlussphase musste der KSV mit dem 0:0 trotzdem zufrieden sein, weil einige Unsicherheiten Grötekes nicht bestraft wurden und Sökler eine klare Nachschuss-Chance nicht nutzte. Es bleibt dabei: Bei den Löwen läuft es alles andere als rund.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen

Auch interessant

Kommentare