Zwei frühere Neukirchener führen den TSV auf Rang zwei

Stadtallendorf in der Regionalliga: Aufsteiger sorgt für Furore

Dragan Sicaja

Kassel. Noch kein Spiel verloren, bereits sieben Punkte auf dem Konto und aktuell auf Tabellenplatz zwei – der TSV Eintracht Stadtallendorf sorgt nach dem Aufstieg aus der Hessenliga auch in der Fußball-Regionalliga Südwest für Furore.

Nur wegen eines weniger erzielten Treffers liegt das Team von Eintracht-Trainer Dragan Sicaja hinter dem 1. FC Saarbrücken. Fünf Gründe, weshalb es für den Klassenkameraden des KSV Hessen so gut läuft.

1. Der Trainer: Dragan Sicaja ist seit 2009 Coach der Mittelhessen. Der A-Lizenz-Inhaber aus Schwalmstadt hat die Mannschaft Schritt für Schritt weiterentwickelt. „Ich habe in meiner aktiven Karriere gelernt, demütig zu sein“, sagt der 50-Jährige. Beim früheren Regionalligisten SC Neukirchen war er Mitte der 90er-Jahre einer der großen Strategen. „Die Zeit in Neukirchen hat mich geprägt. Da galt immer, dass jeder für jeden alles gibt“, betont Sicaja rückblickend.

Ante Markesic

2. Der Assistent: Unterstützung erhält der Kroate seit dieser Saison von seinem Landsmann Ante Markesic – der 47-Jährige war einst Mannschaftskollege von Sicaja in Neukirchen. „Ante tickt genauso wie ich. Wir führen gute Gespräche auf der fachlichen Ebene“, lobt der Chefcoach.

3. Das Team:Beim 2:0-Erfolg in Freiburg standen neun Spieler in der Startelf, die am Aufstieg im Frühling beteiligt waren. „Ich habe Vertrauen in meine Jungs, und diese gehen dafür immer an ihre Leistungsgrenze“, erklärt Sicaja. Nur punktuell wurde das Team im Sommer verstärkt. „Die Jungs haben keine Angst vor den Aufgaben“, sagt Markesic. Viermal pro Woche wird trainiert. Einmal abgesehen von den neu verpflichteten Mittelfeldspielern Tomislav Baltic und Israel Suero gibt es fast keine Profis im Kader. „Einige studieren, einige haben einen Ausbildungsplatz“, erläutert der 50-Jährige, „ich behalte ja auch meine Arbeit.“ Er ist Kaufmännischer Angestellter.

4. Die Hierarchie: Kapitän ist Kevin Vidakovics. Schon seit 2010 trägt der Defensivmann das Stadtallendorfer Trikot. Er ist fast genauso lang bei der Eintracht wie sein Trainer und hat das Sagen auf dem Feld. Der einzige Routinier in einer jungen Elf ist der 35 Jahre alte Daniel Vier. Er gibt der Truppe Halt. „Mir ist es wichtig, dass eine Mannschaft ihre Identität nicht verliert“, stellt Sicaja klar.

5. Die Euphorie:Auf der Rückfahrt aus Freiburg feierten die Stadtallendorfer kräftig im Mannschaftsbus. Wie auf einem Facebook-Video auf der Eintracht-Seite zu sehen ist, erwies sich Jascha Döringer dabei nach seinem ersten Regionalliga-Einsatz als wahre Stimmungskanone. Der 20-Jährige stimmte die Humba an und skandierte die Namen sämtlicher Trainer und Betreuer. „Die Stimmung ist super“, sagt Markesic. Kurzerhand stattete das Team am Wochenende noch dem Altstadtfest in Stadtallendorf einen Besuch ab – mit drei Punkten im Gepäck. In Kürze bringt der Klub ein Sammelalbum mit Fotos aller Senioren- und Juniorenspieler heraus.

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