Fragen und Antworten zum Löwen-Gegner

Auftakt der Serie: KSV will dritten Sieg in Folge gegen Offenbach

Kassel. Nach Wochen der Vorbereitung mit dem Testspiel gegen den Bundesligisten Hamburger SV als Höhepunkt wird es nun ernst: Auftakt in die Fußball-Regionalliga.

Der KSV Hessen Kassel bestreitet am Freitagabend im heimischen Auestadion das Eröffnungsspiel der Liga gegen Kickers Offenbach - mehr Knaller zu Beginn geht eigentlich nicht.

Live-Übertragung:

Wir übertragen ab 19 Uhr die Partie live und in voller Länge bei Radio HNA. Außerdem gibt es einen Liveticker.

Das Motto ab 19 Uhr lautet:Macht's noch einmal, Löwen. Nach dem Sieg im Viertelfinale des Hessenpokals auf dem Bieberer Berg in Offenbach und dem 1:0 zum Abschluss der vergangenen Saison im Auestadion gegen den Meister der vergangenen Saison kann die Mannschaft von Trainer Matthias Mink den dritten Sieg in Folge im Derby gegen die Südhessen erreichen. Mit 4000 bis 5000 Zuschauern wird gerechnet. 

Kickers wollen Trauma überwinden

Die Offenbacher Kickers starten am Freitag um 19 Uhr beim KSV in ihre dritte Regionalliga-Saison - und zum dritten Mal mit einem Auswärtsspiel. In bester Erinnerung hat man beim OFC noch die Regionalliga-Premiere 2013. Mehr als 2000 OFC-Fans hatten ihr Team nach Koblenz begleitet und feierten dort einen 2:0-Auftakterfolg. Ganz anders dagegen die Stimmungslage vor einem Jahr. 2014 startete der OFC mit einem 0:3 in Pirmasens in die Saison, die man zwar als Meister, aber auch als Verlierer beendete. Denn in den Aufstiegsspielen gegen Magdeburg verpasste Offenbach den Aufstieg.

Wie haben die Kickers den Schock des Nichtaufstiegs verkraftet? 

Zunächst ganz schlecht. Fans stürmten während des Aufstiegsspiels den Platz. Trainer Rico Schmitt dachte eine Woche lang ans Aufhören, ehe er sich doch wieder zum OFC bekannte. Das Präsidium wollte den OFC auf stärkere Nachwuchsarbeit ausrichten und Geschäftsführer David Fischer rauswerfen, bekam aber keine Mehrheit im Aufsichtsrat zusammen. Doch nach all den Querelen ist in Offenbach wieder die typische Jetzt-erst-recht-Stimmung zu spüren. Die Fans ziehen auch in der dritten Regionalligasaison mit. Bis jetzt sind bereits 3100 Dauerkarten für die neue Saison verkauft worden.

Was sind die Stärken der neuen Mannschaft? 

Trainer Rico Schmitt hat der Mannschaft ein Defensivkonzept erstellt, in dem Klaus Gjasula auf der Sechserposition und Thomas Franke in der Innenverteidigung die zentralen Figuren sind. Das Mittelfeld ist spielstark, insbesondere Martin Röser und Benjamin Pintol auch torgefährlich. Im Angriff werden viele lange Bälle an den kopfballstarken Markus Müller adressiert, der letzte Saison mit 15 Treffern erfolgreichster OFC-Torschütze war.

Was sind die Schwächen der Mannschaft?

Der Meister muss vier Stammspieler ersetzen: Denis Mangafic (bester Vorbereiter), Giuliano Modica (Abwehrchef) und Christian Cappek (15 Treffer) sind in die 2. und 3. Liga gewechselt, Innenverteidiger Dennis Schulte fällt mit Bandscheibenvorfall noch Monate aus. Da ist viel Substanz verloren gegangen. Die sechs Neuzugänge wie Julian Dudda (Bremen II), Marcel Gebers (Kiel) und Devann Yao (Neustrelitz) besitzen zwar alle Regionalliga-Erfahrung, aber besonders in der Offensive wird es noch einige Zeit und Spiele dauern, bis auf den Außenbahnen die Lücken von Mangafic und Cappek geschlossen werden.

Was sind die Ziele der Kickers? 

„Das Jahr nach einem verpassten Aufstieg ist immer sehr schwierig. Aber wir werden als Favorit gesehen und wollen dieser Rolle auch gerecht werden“, sagt Trainer Rico Schmitt, vermeidet aber das Wort Aufstieg. Aber man will das Trauma Nichtaufstieg vergessen machen. Die Kickers sind auch zum Erfolg verdammt. Den 2,4 Millionen-Etat muss man ausschließlich mit den 17 Regionalliga-Heimspielen decken. Denn Einnahmen aus dem DFB-Pokal gibt es diesmal nicht. Im Hessenpokal ist Offenbach gescheitert: gegen den KSV.

Was ist Offenbach zuzutrauen? 

Bisher hat Rico Schmitt die Mannschaft immer etwas besser gemacht. Nach dem Zwangsabstieg mit komplettem Neuaufbau Platz acht, dann Platz eins letzte Saison. Die Abgänge sind zwar schwer zu ersetzen, aber die Neuzugänge haben gutes Entwicklungspotenzial. Wenn das in Offenbach traditionell unruhige Umfeld die Geduld bewahrt, ist auch diese Saison wieder ein Spitzenplatz drin.

Von Florian Hagemann und Jochen Koch

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