Fußball-Regionalliga

KSV-Gegner RW Koblenz: Aus der Quarantäne ins Auestadion

Zurück auf dem Rasen: Trainer Heiner Backhaus (links) kann mit der TuS Rot-Weiß Koblenz morgen beim KSV Hessen Kassel im Auestadion antreten.
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Zurück auf dem Rasen: Trainer Heiner Backhaus (links) kann mit der TuS Rot-Weiß Koblenz morgen beim KSV Hessen antreten.

Nächstes Heimspiel für die Kasseler Löwen: Am Samstag um 14 Uhr empfängt Fußball-Regionalligist KSV Hessen den Tus Rot-Weiß Koblenz. Für den ist die Partie im Auestadion ein Kaltstart.

Kassel/Koblenz – Normalerweise stünde dieser Artikel ganz im Zeichen einer Premiere. Denn der KSV Hessen und TuS Rot-Weiß Koblenz standen sich noch nie in einem Fußball-Punktspiel gegenüber. In früheren Jahren hatten die Löwen lediglich mit der TuS Koblenz, dem Lokalrivalen der Rot-Weißen zu tun.

Doch die Geschichte zum Regionalliga-Aufeinandertreffen der beiden Klubs am Samstag ab 14 Uhr im Kasseler Auestadion ist eine ganz andere. Schließlich ist es der erste Auftritt der Koblenzer nach zweiwöchiger Zwangspause. Da insgesamt sieben Spieler ein positives Covid-19-Testergebnis bekommen hatten und daraufhin die gesamte Mannschaft in Quarantäne geschickt wurde, musste der Klub aus Rheinland-Pfalz die vergangenen drei Spiele absagen. Erst seit Mitte dieser Woche darf das Team von Trainer Heiner Backhaus wieder Mannschaftstraining absolvieren.

„Es fühlt sich wie ein Kaltstart an“, sagt Christian Noll, ehrenamtlicher Sportliche Leiter der Rot-Weißen. „Wir haben einen klaren Wettbewerbsnachteil.“ Allerdings weiß er auch, dass sein Team keine andere Wahl hat. Im ohnehin schon engen Terminplan ist kaum Platz für weitere Nachholspiele. „Wir müssen diese Situation so akzeptieren und annehmen – und irgendwie das Beste draus machen“, sagt der 52-Jährige. „Die Gesundheit steht über allem.“

Doch der Kader ist immer noch nicht vollzählig. Einige Spieler werden wegen Quarantäneregelungen auch morgen fehlen. „Wir hatten zwar Spieler mit grippe-ähnlichen Symptomen“, erklärt Noll, „ins Krankenhaus musste aber niemand.“

Unter diesen Umständen sind die Rollen für die Begegnung klar verteilt. „Wir wollen das Beste aus der Situation machen und so gut wie möglich dagegenhalten“, stellt der Sportliche Leiter klar.

Die Zwangspause war für die Koblenzer doppelt bitter. Denn nachdem der Verein im Sommer seinen Kader einmal umkrempeln musste, waren die ersten Saisonpartien eigentlich dazu gedacht, sich richtig einzuspielen. Jetzt geht es für den neuen Coach Backhaus, der bis zum Februar noch als Trainer bei der SG Sonnenhof Großaspach im Einsatz war, und sein Team fast wieder bei Null los. Die Spieler sollten sich zwar in den eigenen vier Wänden fit halten, solche Übungseinheiten sind aber mit einem regulären Mannschaftstraining nicht zu vergleichen.

Sportchef Noll, der seit 1980 in unterschiedlichsten Funktionen im Verein tätig ist, musste nicht in Quarantäne. Trotz (oder gerade wegen) der Spielausfälle konnte sich der 52-Jährige aber zuletzt über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Es meldeten sich mehr Journalisten als sonst bei ihm – das Interesse an der Lage bei der TuS RW ist zurzeit besonders groß.

Eigentlich wären die Rot-Weißen im Frühling dieses Jahres aus der Südwest-Staffel der Regionalliga abgestiegen. Wegen der Coronakrise gab es aber keine Absteiger – und so blieb das Team viertklassig und bekommt es nun erstmals mit dem KSV Hessen zu tun. Was aber eben nicht das große Thema vor der Partie im Auestadion sein kann.
(Björn Mahr)

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