Pokalhalbfinale gegen Wehen

Außenseiter KSV will heute gegen Wiesbaden Außergewöhnliches leisten

Hofft mit seinem Team auf die nächste Pokalüberraschung: KSV-Trainer Matthias Mink. Foto: Schatshneider

Kassel. An Tagen wie diesen schlägt das Fußballherz noch etwas höher als normal. „Es ist ein außergewöhnliches Spiel“, sagt Matthias Mink.

Es ist das Pokalhalbfinale in Hessen. Und für einen Viertligisten wie den KSV Hessen Kassel ist das ein Spiel von besonderer Bedeutung. Bei einem Sieg gegen den favorisierten Drittligisten SV Wehen Wiesbaden würde dem Außenseiter der Einzug in die Pokal-Hauptrunde winken.

Wir übertragen die Partie live im Ticker und auf Radio HNA.

Für einen Klub wie den KSV könnte so ein Erfolg wegweisende Bedeutung haben. Es würden Antrittsgelder winken. Vielleicht ein lukrativer Gegner. Vielleicht ein volles Stadion. Doch das ist Zukunftsmusik, vor deren Erklingen noch ein Finale gegen den Verbandsligisten VfB Gießen stünde. Und natürlich vor allem diese hohe Hürde namens Wehen Wiesbaden!

„Geballte Qualität, die da auf uns zukommt“, so bezeichnet Matthias Mink das, was seine Löwen heute erwartet. Der Gegner verfüge über ganz andere finanzielle Mittel und habe nicht umsonst vor der Saison den Aufstieg in die Zweite Liga als Ziel ausgegeben. Sportlich lief es dann nicht ganz wie erwünscht. Derzeit steht der SVW auf Rang acht. Anfang April musste Trainer Marc Kienle deshalb gehen, wurde vom früheren KSV-Coach Christian Hock abgelöst. Trotzdem stehen in Reihen der Gäste heute Spieler wie der zehnfache Torschütze José Pierre Vunguidica, wie Soufian Benyamina oder Luca Schnellbacher, denen Mink durchweg bescheinigt, auch für Zweitliga-Klubs interessant zu sein.

Heute in Kassel werden Mittelfeldspieler Tobias Jänicke und Torwart Florian Fromlowitz (beide Magen-Darm-Infekt) sowie Verteidiger Daniel Wein eventuell fehlen. Die Gastgeber müssen auf die beiden angeschlagenen Außenverteidiger Tim Philipp Brandner und Tino Schulze verzichten. So könnte der zuletzt fehlende Ingmar Merle als Linksverteidiger zum Zuge kommen. Merle hatte gegen Koblenz wegen der Doppelbelastung in Fußball und Beruf eine Auszeit bekommen.

Sein Mitwirken könnte als gutes Omen gewertet werden. Beim 1:0-Sieg in Offenbach spielte Merle ebenfalls auf der ungewohnten linken Seite. Die Vorfreue ist riesig bei den Löwen. Denn wie sagte Mink eingangs? „Es ist ein außergewöhnliches Spiel.“ Und er sagt auch: „Wir haben bereits gezeigt, dass wir Außergewöhnliches leisten können. Ich hoffe, dass die Fans uns in eine gute Pokalnacht tragen.“

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