Teamarbeit, Konstanz und etwas Glück

Auswärts ohne Makel: Warum der KSV in der Fremde punktet

Sie feiern auch auswärts, wie hier nach dem Sieg in Spielberg: Kapitän Tobias Becker und Torhüter Kevin Rauhut klatschen nach dem Spiel ihre Fans ab. Foto: Hedler

Kassel. Vier Auswärtsspiele, vier Siege, kein Gegentor – die Ausbeute des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel auf fremden Plätzen ist perfekt. Dem 2:0 beim SC Freiburg II folgten drei 1:0-Erfolge in Ludwigshafen gegen Wormatia Worms, in Spielberg und am Wochenende in Saarbrücken gegen Aufsteiger Saar 05. Was aber macht die Löwen auswärts so stark? Ein Überblick.

DIE TEAMARBEIT

Wir sagen es jetzt mal ein wenig abgedroschen: Die Mannschaft ist der Star. Ist beim KSV aber konsequent so. Jeder arbeitet für jeden. Das gilt auch für die, die von der Bank kommen. Der Zusammenhalt stimmt. Und gerade in der Fremde ist das wichtig.

DIE INDIVIDUELLE KLASSE

Ein Widerspruch zur Teamarbeit? Keineswegs. Um Spiele zu entscheiden, bedarf es manchmal halt auch der individuellen Klasse. Gegen Worms war das so, als Sylvano Comvalius von der Bank kommend selbstbewusst einen Freistoß verwandelte. Und in Saarbrücken packte Shqipon Bektashi einen traumhaften Heber aus.

DIE KONSTANZ

Seit dem zweiten Spiel agieren die Löwen stets mit derselben Abwehrreihe, zu der die Außenverteidiger Sergej Schmik auf der rechten und Nicolai Lorenzoni auf der linken Seite ebenso gehören wie die Innenverteidiger Tim Welker und Henrick Giese. Auch das defensive Mittelfeld ist immer gleich besetzt: mit Frederic Brill, Tobias Becker und Hasan Pepic. „Wir sind sehr eingespielt“, sagt Brill, dem eine Schlüsselfunktion zukommt. Bei Offensivaktionen ist er eine Art Libero, bei Defensivaktionen der Abfangjäger vor der Abwehrkette.

DIE VORBEREITUNG

Wie am Wochenende gehen die Löwen ausgeruht und ohne den Nachteil einer langen Busfahrt in ihr Auswärtsspiel. Sie brechen nun in der Regel einen Tag vor der Begegnung auf, übernachten zumindest in der Nähe des Spielortes. Frederic Brill spricht nicht zuletzt deswegen von einer „super Vorbereitung“. Früher reisten sie häufiger mit Kleinbussen am Tag selbst an.

DAS GLÜCK

Zumindest beim 1:0 in Spielberg hatte der KSV auch ein bisschen Dusel. Dort vergab Spielbergs Jan Malsam kurz vor Schluss einen Elfmeter, schoss neben das Tor. Auch gegen Worms und Saarbrücken mussten die Löwen lange zittern, da aber brachten sie mit Können und Kampfkraft den Vorsprung über die Zeit.

DIE GEGNER

Bei allem Respekt vor der Leistung des KSV und vor den Kontrahenten bleibt festzuhalten, dass die Löwen bisher auswärts noch gegen kein Spitzenteam angetreten sind. Trotzdem: Auch gegen die vermeintlich Kleinen muss erst einmal gewonnen werden. Im Vorjahr war das bei Weitem nicht der Fall.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.