Bartlos gegen den Familienklub

KSV Hessen trifft am Samstag auf Aufsteiger Saar 05 Saarbrücken

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Trainer ohne Bart: Matthias Mink rasierte sich in der neuen Saison erst nach der Niederlage gegen Elversberg erstmals. Nun schaut er wieder aus wie auf diesem Foto, das am ersten Spieltag gegen Offenbach entstand.

Kassel. Nach der ersten Saisonniederlage gegen Elversberg tritt Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel am Samstag gegen Saar 05 Saarbrücken an (Anpfiff: 14 Uhr).

Was gegen den Aufsteiger für die Löwen nun anders ist:

DER TRAINER

Matthias Mink wird zumindest anders aussehen, denn: Der Bart, den er sich bis zur ersten Niederlage hat wachsen lassen, ist mittlerweile ab. „Lustig, was da alles runterkommt“, sagt er. Ob er sich nun einen neuen Bart wachsen lässt, steht noch nicht fest – im Gegensatz zum Ziel für die bevorstehende Aufgabe. Beim Tabellenletzten wollen die Löwen wieder spielerisches Übergewicht erzeugen und ein weiteres Erfolgserlebnis auf fremdem Platz feiern. Auswärts ist ihre Bilanz noch makellos: drei Spiele, drei Siege, kein einziges Gegentor.

Interessant: Auch für Gastgeber Saar 05 Saarbrücken ist die Partie irgendwie eine Auswärtsbegegnung. Normalerweise nämlich trägt der Aufsteiger seine Spiele im Stadion Kieselhumes aus, nun aber geht es aus Sicherheitsgründen in den Ludwigspark.

DIE ALTERNATIVEN 

Beim 0:1 gegen Elversberg fehlten Trainer Matthias Mink die Alternativen im Kader, um in der zweiten Halbzeit noch einmal personell nachlegen zu können. Er musste mit Sebastian Schmeer auf einen zurückgreifen, der lange verletzt war und sich noch in der Aufbauphase befindet. Gegen Saarbrücken nun hat Mink wieder mehr Auswahl: Shqipon Bektashi und Sylvano Comvalius stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung.

Gut möglich, dass beide sogar von Anfang an ran dürfen. Zum einen war Benjamin Girth unter der Woche angeschlagen und gegen Elversberg auch nicht der Durchschlagskräftigste. Zum anderen überzeugten Tobias Damm und Mike Feigenspan am vergangenen Samstag ebenfalls nicht gänzlich. Ansonsten ist Nico Perrey nach seiner Verletzung wieder näher dran an der ersten Elf. Fehlen werden in Saarbrücken nur Steffen Friedrich und Tim Brandner, der nach einem Einsatz in der Reserve wieder angeschlagen ist.

DER GEGNER 

Saar 05 Saarbrücken gehört bisher eher zu den Punktelieferanten der Liga. Ein einziges Unentschieden gelang in sieben Spielen – beim 3:3 gegen Mitaufsteiger Bahlingen. Sonst gab es nur Niederlagen.

Es scheint, als sei der Höhenflug der Fußballer aus Saarbrückens größtem Sportverein vorerst gestoppt. Seit 2008 geht es schließlich stetig bergauf – von der Kreisliga B Saarbrücken in die Regionalliga. Sechs Aufstiege in sieben Jahren schafft auch nicht jeder. Dabei ist Saar eine Art Familienangelegenheit: Die Brüder Timon und Eric Seibert trainieren die Saarländer, der kleine Bruder David steht noch auf dem Platz, Papa Frank ist Präsident. Vielleicht nennt sich Saar auch deshalb „die Söhne Saarbrückens“.

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