Nachbarschaftsduell steigt in Baunatal

KSV Baunatal empfängt KSV Hessen: Ein Derby in Krisenzeiten

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Konzentriert: Baunatals Coach Tobias Nebe fiebert dem Derby im Parkstadion entgegen.

Der KSV Baunatal und der KSV Hessen Kassel hinken derzeit ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Am Samstag duellieren sich die beiden Hessenligisten im Derby.

Die Fußball-Hessenligisten wollen in der Tabelle eigentlich oben mitspielen, die Löwen sogar aufsteigen. Aber im Nachbarschaftsduell am Samstag (14 Uhr, Parkstadion) empfängt der Tabellen-16. den Zehnten. Und so ist es ein Derby in Krisenzeiten.

Die Probleme

Wo liegen die Probleme? Einfach gesagt: Die Löwen kassieren zu viele Tore, die Baunataler schießen zu wenig. „Wir sind offensiv gefährlich, aber hinten zu offen“, sagt Löwen-Trainer Dietmar Hirsch. „Wir kassieren wenig Tore aus taktischen Gründen, meistens sind es individuelle Fehler. Manchmal sind die Spieler vom Kopf her nicht da, oder es steht an dem Tag der falsche auf dem Platz“, sagt Hirsch. „Ich muss die Spieler in die Pflicht nehmen, aber auch mich und das richtige Personal finden.“

Engagiert: Trainer Dietmar Hirsch tritt mit seinem Team am Samstag in Baunatal an. Foto: Christian Hedler

Die Gastgeber sind seit Jahren für ihre gute Offensive bekannt, nur in dieser Saison hapert es am Toreschießen. Fünf Treffer in fünf Spielen – das ist zu wenig. „Wir haben dennoch eine tolle Offensive. Solange wir uns Chancen herausspielen, mache ich mir keine Gedanken. Irgendwann wird der Knoten platzen. Hoffentlich schon am Samstag“, sagt Baunatals Trainer Tobias Nebe. Ein weiterer Punkt verbindet beide Teams: Es fehlt die Konstanz, über 90 Minuten eine gute Leistung abzuliefern.

Der Zeitpunkt

Es stellt sich die Frage: Ist es der falsche Zeitpunkt für das Derby? Nein, lautet die Antwort – wenn es nach den Trainern geht. „Ich glaube, das Derby tut uns gut. Für unsere Köpfe ist das genau das Spiel, das wir jetzt brauchen“, sagt Nebe. Ähnlich sieht es Hirsch: „Wir haben bisher noch nicht genug PS auf den Platz gebracht. Daher ist der Zeitpunkt für uns gut. Aber grundsätzlich ist für ein Derby Ort und Zeit egal. Das will man immer spielen, selbst auf einem Aldi-Parkplatz.“

Die Wünsche

Natürlich haben die Trainer vor dem Derby Wünsche. „Ich wünsche mir, dass wir mal zu Null spielen. Zurzeit ist mir das zu viel Spektakel“, sagt Hirsch, der großen Respekt vor dem Gegner hat: „Ich habe viele Spiele von Baunatal gesehen. Gegen Ginsheim verlieren sie zwar 2:6, können zur Pause aber auch 4:1 führen. Wir sind nicht so dumm, uns von dem Ergebnis blenden zu lassen.“

Auch Nebe schätzt den Gegner hoch ein: „Der KSV ist für mich weiter Aufstiegskandidat Nummer eins. Ich hoffe aber, dass wir auf dem Platz einen großen Kampf liefern. Wenn wir viel Leidenschaft und Herz zeigen, können wir gewinnen.“

Die Ausfälle

Bei den Baunatalern fällt mit Felix Schäfer ein Leistungsträger aus. Zudem sind Nico Schrader und Dino Kardovic angeschlagen. Die Löwen müssen auf Ingmar Merle verzichten. Neben einer leichten Gehirnerschütterung hat er sich eine Adduktorenzerrung zugezogen. Nael Najjar ist zurück im Mannschaftstraining, aber ein Einsatz kommt zu früh. Auch Brian Schwechel fehlt. Mahir Saglik trainiert wieder, ob es für einen Startelfeinsatz reicht, ist noch fraglich.

Vorverkauf: Vorverkaufsstellen sind die Geschäftsstelle des KSV Baunatal (Altenritter Str. 37), das Stadtmarketing Baunatal (Friedrich-Ebert-Allee 8a), der Fanpoint Kassel (Friedrichsplatz 8) und die Geschäftsstelle des KSV Hessen (Damaschkestr. 35). Tickets gibt es auch online unter ksv-baunatal.tickettoaster.de

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