Später Ausgleich stoppt Abwärtstrend

2:2 in Freiburg: Bektasi lässt die Löwen aufatmen

Jaaaa! Der eingewechselte Shqipon Bektasi bejubelt seinen Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand in Freiburg. Foto:  Hedler

Freiburg. Der Abwärtstrend in der Fußball-Regionalliga ist gestoppt: Nach zwei Niederlagen zum Restrunden-Auftakt haben die beiden ersten Tore im neuen Jahr dem KSV Hessen auch den ersten Punkt beschert.

Allerdings mussten die Löwen im Gastspiel beim SC Freiburg II lange zittern: Den Ausgleich zum 2:2 (0:0)-Endstand erzielte Shqipon Bektasi erst in der Nachspielzeit.

„Wir wollten den schlechten Start wettmachen“, erklärte Trainer Matthias Mink hinterher: „Nach zwei Rückständen ist die Mannschaft gut zurückgekommen. So verdient man sich Punkte.“

Dabei waren seine Kasseler forsch gestartet. Nico Perrey sorgte nach sechs Minuten für die erste Annäherung an das SCF-Gehäuse, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Kurze Zeit später wurde es auf der anderen Seite gefährlich: Marc-Oliver Kempf aus dem Bundesliga-Team, der in der „Zweiten“ Spielpraxis sammelte, köpfte eine Ecke von Daniele Gabriele neben das Tor. In der Folge entwickelte sich ein zweikampfbetontes Spiel, das keine Hoffnung auf schöne Kombinationen und technische Kabinettstückchen zuließ.

Der KSV war in den Zweikämpfen präsenter, konnte sich aber keine entscheidenden Möglichkeiten erarbeiten. Bis Tobias Damm auf der rechten Außenbahn Freiburgs Verteidiger Christopher Jullien düpierte und im Rückraum Tobias Becker bediente. Der Kasseler Kapitän, von Mink wieder auf die Sechserposition beordert, trat aber über den Ball – ein Luftloch, das aus einer herausragenden Torchance eine Szene mit Symbolkraft werden ließ. War der KSV vor diesem Duell im Breisgau saisonübergreifend doch vier Spiele ohne eigenen Treffer geblieben.

Dennoch machte die Elf von Mink den agileren Eindruck: Freiburg schoss in der ersten Halbzeit nicht ein einziges Mal aufs Kasseler Tor und war lediglich nach Standardsituationen gefährlich.

KSV Hessen Kassel gastiert bei SC Freiburg II

Nach dem Seitenwechsel jedoch erwischte es die Löwen kalt: Adel Daouri brachte den Sportclub nach der ersten ansehnlichen Kombination mit einem satten Schuss aus 15 Metern in Führung (49.). Freiburg hätte durch einen Kopfball von Jullien beinahe erhöht, auf der Gegenseite schoss Ingmar Merle einen Freistoß aus 20 Metern knapp über die Latte. Doch die Gäste spielten nun mutig und selbstbewusster auf. Das wurde belohnt: Nachdem Torwart Rauhut einen gefährlichen Schussversuch von Kosuke Kinoshita abwehren konnte, traf Tobias Damm nach einem Konter zum Ausgleich (77.).

Jetzt ging’s Schlag auf Schlag. Zunächst traf Kinoshita zur erneuten Freiburger Führung (81.), dann erzielte Shqipon Bektasi den viel umjubelten Ausgleich (90.+1).

„Am Ende hätten wir sogar gewinnen können. Aber auch den einen Punkt nehmen wir auf dem Weg zu unserem Ziel – einem einstelligen Tabellenplatz – gern mit“, bilanzierte Mink. Nach einem Unentschieden, in dem die Löwen aber der moralische Sieger waren.

Von Dominik Hassel

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