So ist der Stand der Vorbereitung

Bittere Diagnose: Zornio wird KSV Hessen lange fehlen

Leonardo Zornio (links), Okan Gül (rechts) und Maurice springfeld (vorn).
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In diesem Spiel ist es passiert: Leonardo Zornio (links) – hier im Zweikampf mit Baunatals Okan Gül – hat sich schwer verletzt. Vorn: Maurice Springfeld.

Es war nur ein Testspiel. Der KSV Hessen gegen den KSV Baunatal. Die Nachbarn trafen aufeinander, weil Sponsor VW bei beiden Fußball-Klubs für drei Jahre verlängert hat. Am Ende dieser Partie stand ein 0:0 – und eine bittere Diagnose für die Löwen.

Kassel – Denn Außenspieler Leonardo Zornio hat sich das vordere Kreuzband gerissen, wird mehrere Monate ausfallen. „Er war im vollen Lauf, hat dann abgebremst und ist im Rasen hängengeblieben“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm. „Es tut mir für ihn sehr leid. Er hat sich weiterentwickelt und rangekämpft“, so der Coach.

Wir blicken auf den Stand der Vorbereitung beim KSV.

Das Personal

Zornio ist nun der Spieler, der den Löwen am längsten fehlen wird. Der 20-Jährige hat dieselbe Verletzung erlitten, die auch Marco Dawid derzeit zum Zuschauen verdammt. Doch Dawid ist bereits im Lauftraining, könnte laut Damm vielleicht im September wieder eingreifen. Einen Ersatz für Zornio wird der KSV aber wohl nicht mehr verpflichten. „Wir haben mit Alexander Mißbach und Tim Brandner noch zwei für die linke Seite, Serkan Durna kann das auch spielen. Ingmar Merle und Nael Najjar sind zwar eigentlich rechts zuhause, aber ebenfalls Alternativen“, sagt der Trainer.

Bei Brandner wird die Rückkehr auch länger dauern, er trägt nun aber mittlerweile keinen Spezialschuh und benötigt keine Krücken mehr, kann wieder Fahrrad fahren. Laufen ist laut Damm aber erst ab Mitte August möglich. Ab Anfang September könnte Kevin Nennhuber wieder einsatzbereit sein, den derzeit aber Schmerzen im lädierten Fuß plagen. Sollten die nicht zurückgehen, wird ihm im August ein Draht aus dem Fuß entfernt, der Knochen ist laut Damm aber gut verheilt.

Für den vorletzten Test morgen auf dem G-Platz ab 14 Uhr gegen den VfV Hildesheim kehren die zuletzt angeschlagenen Brian Schwechel und Najjar zurück, auch Paul Stegmann und Durna könnten wieder dabei sein. Unwahrscheinlich ist ein Einsatz von Jon Mogge, ausgeschlossen der von Hendrik Starostzik. Nils Stendera, der gegen Baunatal überraschend 90 Minuten auf dem Feld stand, wird morgen nicht mitspielen. Eine Verpflichtung ist aber möglich. Ebenso die von Daniele Vesco, der beim 1:1 gegen Fulda einen guten Eindruck hinterließ. Weiterhin auf der Suche sind die Löwen nach einem Stoßstürmer. Für Damm ist es allerdings kein Problem, dass dieser erst sehr spät zur Mannschaft stoßen könnte.

Die Form

„Mit der Leistung der Jungs bin ich auf jeden Fall zufrieden. Das, was sie sich im Training erarbeitet haben, setzen sie schon gut um. Alle sind sehr motiviert, da fällt keiner ab“, sagt Damm. Bislang blieben die Löwen in den Testspielen ohne Niederlage, kassierten nur gegen Fulda einen Gegentreffer. Defensiv passt schon viel zusammen. Offensiv hat aber gerade das Duell mit Baunatal gezeigt, dass ein Strafraumstürmer fehlt. Oft kombinierte sich der KSV bis zur Grundlinie durch, doch es fehlte der Abnehmer vor dem Tor. „Die Abläufe im Offensivbereich werden wir kommende Woche mehr trainieren“, sagt Damm. (Maximilian Bülau)

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