7:8 im Hessenpokal

Bitteres Aus nach Elferdrama: KSV verliert gegen Offenbach

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Offenbach. Welch Spannung, welch Dramatik im Hessenpokal-Halbfinale zwischen Kickers Offenbach und dem KSV Hessen Kassel. Und welch bitteres Ende für den KSV Hessen. Mit 7:8 im Elfmeterschießen unterliegt er. Der Schnellcheck.

Wie verlief das Elfmeterschießen?

Sylvano Comvalius, kurz zuvor eingewechselt, trifft für den KSV – 0:1. Markus Müller verwandelt – 1:1. Hasan Pepic sicher in die rechte Ecke – 1:2. Alexandros Theodosiadis gleicht aus – 2:2. Benjamin Girth ganz cool zum 2:3. Maik Vetter scheitert an Kevin Rauhut, Rauhut, Rauhut – 2:3. Henrik Giese scheitert an Daniel Endres – bitter, es bleibt beim 2:3. Spannung pur, Niko Dobros macht das 3:3. Auf Tobias Becker ist Verlass – 3:4. Hält Rauhut? Nein. Jan-Henrik Marx trifft zum 4:4. Nicolai Lorenzoni haut den Ball in die Maschen – 4:5. Matthias Schwarz kontert – 5:5. Welch Dramatik.

Sergej Evljuskin behält die Nerven – 5:6. Meine Güte. Dren Hodja zum 6:6. Geht das ewig? Nico Perrey ganz sicher – 6:7. Puh. Dennis Schulte tut es Perrey gleich – 7:7. 22.44 Uhr. Frederic Brill verschießt – oh nein. Und dann tritt der an, der eben gehalten hat: Daniel Endres. Er trifft. 8:7. Wie bitter.

Wie war das Spiel auf dem Bieberer Berg? 

Der KSV agierte so, wie viele das erwartet hatten: Er zeigte sich in der Defensive stabil und versuchte, in der Offensive den einen oder anderen Nadelstich zu setzen. Dabei wäre er fast schon nach drei Minuten zum 1:0 gekommen: Nicolai Lorenzoni flankte präzise auf Marco Dawid, doch der 21-Jährige setzte den Kopfball ein wenig zu hoch an – das war schon eine richtig gute Möglichkeit.

In der Folge erarbeiteten sich die Offenbacher eine optische Überlegenheit. Allerdings hielt der KSV dagegen. Und Torwart Kevin Rauhut zeigte von Beginn an, dass er wieder gewillt war, wie im vergangenen Jahr beim 1:0 der Löwen im Hessenpokal-Halbfinale auf dem Bieberer Berg ein kleiner Held zu werden. In der 31. Minute lenkte er den Ball nach einem abgefälschten Schuss noch gekonnt zur Ecke, und auch bei Benjamin Pintols Versuch wenig später gab er den reaktionsschnellen Keeper.

Hessenpokal: KSV gegen Offenbach

Nach dem Seitenwechsel intensivierten die Offenbacher den Druck, es wurde jetzt das, was Rolf Töpperwien unter Pokalfight verbucht hätte. Es spricht aber für den KSV, dass er auch die Drangphase der Offenbacher überstand. Marco Dawids Schuss in der 57. Minute war bereits ein Ausrufezeichen. In der 75. Minute hatte Tobias Damm schließlich das 1:0 auf dem Fuß. Nach einer Hereingabe von Sergej Evljuskin hatte er freie Bahn – und scheiterte an Daniel Endres im Offenbacher Tor.

Eine Schecksekunde gab es noch kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit, als Offenbach einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen bekam. Kevin Rauhut parierte aber auch den Schuss von Niko Dobros – 0:0. Auch in der Verlängerung änderte sich nichts, weil Mike Feigenspans Superszene ungekrönt blieb. In der 110. Minute landete sein Kracher an der Latte. Elfmeterschießen.

Wer waren die Pechvogel in diesem Spiel?

Naja, neben Frederic Brill und Henrik Giese auch Tobias Damm. Er agierte diesmal für Sylvano Comvalius im Sturmzentrum, er arbeitete viel, litt aber wie in der Liga an akuter Abschlussschwäche. Dabei wäre ihm das Tor so zu gönnen gewesen.

Wie war die Atmosphäre in Offenbach?

3589 Zuschauer sorgten für Pokalatmosphäre auf dem Bieberer Berg. 300 Fans waren auch aus Kassel mitgereist. Allerdings blieb nicht alles ruhig. In der Schlussphase kam es zur verbalen Auseinandersetzung der beiden Fanlager, im Kasseler Block ging ein Zaun zu Bruch. Die Lage beruhigte sich anschließend.

Wie geht es jetzt weiter im Hessenpokal?

!Das Finale Offenbach gegen Wehen ist am 4. Mai. Naja.

Spiel zum Nachhören

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