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KSV Hessen zu Gast beim Tabellenführer: Bleibt Ulm ein Lieblingsgegner?

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Von: Maximilian Bülau

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Fredric Brill (hinten) und Sebastian Schmeer.
Sie können morgen nicht helfen: Fredric Brill (hinten) erzielte im Juni 2021 eines seiner wenigen Tore gegen Ulm, fehlt aber gesperrt. Sebastian Schmeer spielt mittlerweile für den KSV Baunatal. © Imago/Eibner

Die letzte Niederlage gegen den SSV Ulm liegt für Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel noch nicht lange zurück. Im September 2021 verloren die Löwen das Hinspiel der Vorsaison 1:2 in Baden-Württemberg.

Kassel – Sucht man allerdings eine weitere Niederlage in der jüngeren Vergangenheit gegen den aktuellen Tabellenführer, wird man nicht so schnell fündig. Dieses 1:2 war beim Blick auf die vergangenen 15 Partien das einzige Mal, dass der KSV gegen Ulm den Platz als Verlierer verließ. Die Spatzen sind ein Lieblingsgegner.

„Dann wollen wir das mal bestätigen“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm schmunzelnd vor der ersten Partie (morgen, 14 Uhr) nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Samstag gegen Stuttgart II. Auch wenn die Löwen erst sechs Zähler auf dem Konto haben, gegen die vermeintlichen Top-Mannschaften der Liga haben sie bislang ihre besten Auftritte gezeigt. In Homburg führten sie zur Pause 2:0, verloren dann noch 2:3. Gegen Offenbach gab es ein ärgerliches 0:1. Und gegen die Reserve des VfB nun eben den ersten Saisonsieg. Dass die Ulmer in dieser Serie noch ungeschlagen sind, muss dabei kein Argument sein. Denn auch die Schwaben aus Stuttgart waren vor der Niederlage in Kassel siebenmal in Folge ohne Niederlage geblieben.

„Ich würde das wieder so nehmen“, sagt Damm hinsichtlich der guten Spiele gegen gute Gegner. Von den guten Gegnern ist Ulm allerdings wahrscheinlich der beste. Das 4:1 gegen den Tabellenzweiten Homburg am vergangenen Wochenende war beeindruckend. Die Spatzen teilten bislang nur dreimal die Punkte – davon allerdings zweimal zuhause, gegen Worms und Balingen, zudem in Aalen. Allesamt Teams, die mit dem KSV auf Augenhöhe sein müssten.

Nicht nur das macht Hoffnung, sondern eben auch die Partie gegen Stuttgart. Die Löwen erinnerten an das, was sie in der vergangenen Saison über weite Strecken abgeliefert hatten. Defensiv stabil, offensiv endlich effektiv. Ein Faktor war dabei Nils Stendera, der auf der Doppelsechs neben Frederic Brill agierte, das 2:0 erzielte – sein erstes Tor in dieser Saison. Mit dem 22-Jährigen in der Zentrale waren die Löwen deutlich spielstärker als zuvor. „Er hat sich weiterentwickelt, vor allem im Zweikampfverhalten. Im Training ist er immer ein Aktivposten“, lobt ihn auch Damm. Stenderas Nebenmann wird morgen aber ein anderer sein. Denn Kapitän Brill sah gegen Stuttgart die fünfte Gelbe Karte, ist gesperrt.

Ebenfalls richtig gut gegen den VfB war Serkan Durna. Seit Damm auf Dreier- respektive Fünferkette umgestellt hat – und weil Neuzugang Oliver Issa Schmitt verletzt fehlt – muss der ebenfalls 22-Jährige die Aufgabe auf der linken Seite übernehmen. Was ihm anfangs noch deutlich schwerfiel, auch weil er so deutlich mehr Defensivaufgaben übernehmen muss, machte er am vergangenen Samstag dann extrem gut.

Mit einer weiteren starken Leistung könnte Durna dafür sorgen, dass Ulm weiter ein Lieblingsgegner des KSV bleibt. Und irgendwie auch ein Lieblingsgegner von Durna. Beim 1:2 im vergangenen Jahr erzielte er den Anschlusstreffer. Beim 3:1-Sieg wenige Monate zuvor machte nicht nur Brill eines seiner wenigen Tore. Auch Durna traf. Wiederholung morgen? (Maximilian Bülau)

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