Finanzielle Situation beim Fußball-Regionalligisten

Drohende Insolvenz: KSV Hessen Kassel braucht dringend 400.000 Euro

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Im Presseraum des Auestadions äußerten sich Dirk Lassen (v.l., Finanzvorstand), Alexandra Berge (Pressesprecherin und Vorstand) und Matthias Hartmann (Aufsichtsratvorsitzender) zur finanziellen Situation des Regionalligisten.

Kassel. Die finanzielle Lage beim KSV Hessen Kassel spitzt sich immer weiter zu. Die Klub-Führung versuchte es nun mit einem letzten Appell an Fans und Sponsoren.

Neben langfristigen Darlehen in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro belasten den Fußball-Regionalligisten kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 400.000 Euro. Das gaben die Verantwortlichen am Donnerstag während einer Pressekonferenz zur Zukunft des Vereins bekannt.

„Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen uns Zusagen, um die künftige Zahlungsfähigkeit aufrechterhalten zu können“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Hartmann. Zudem seien erst 100.000 Euro und damit gerade einmal zehn Prozent des Sponsoringbedarfs für die kommende Saison gedeckt.

Letzter Appell an Unterstützer und Sponsoren

Nachdem auch die letzten Gespräche mit Volkswagen über eine weitere Zusammenarbeit erfolglos verlaufen waren und es bisher nicht gelungen ist, einen neuen Hauptsponsor zu finden, richtete der Verein nun einen letzten Appell an mögliche Unterstützer und Sponsoren. „Unser primäres Ziel ist es, den Gang in eine mögliche Insolvenz innerhalb der nächsten 14 Tage abzuwenden. Dafür benötigen wir Signale aus der Region, dass es auch in der nächsten Saison Regionalliga-Fußball in Kassel geben soll“, sagte Finanzvorstand Dirk Lassen.

In den vergangenen zehn Jahren ist der KSV nur 2010 zu einem positiven Wirtschaftsergebnis gekommen. „Das Ziel war, die Regionalliga in Richtung Dritte Liga zu verlassen. Deshalb sind wir wiederholt ins finanzielle Risiko gegangen“, erklärt Hartmann, der auch sagt: „Der Gang in eine Insolvenz würde natürlich den Fortbestand des Gesamtvereins massiv gefährden.“

Zuletzt war auch der Rückzug in die Hessenliga diskutiert worden. „Das würde uns für eine Sanierung nicht weiterhelfen. Es ist aber möglich und würde mit den Mitgliedern abgestimmt“, so Hartmann. Auch Lassen halte einen freiwilligen Abstieg nicht für ausgeschlossen.

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