Evljuskin sorgt für den Ausgleich

1:1 – Da war mehr möglich für den KSV Hessen

Sergej Evljuskin (rechts) trifft zum 1:1 gegen Pirmasens.
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Der Ausgleich: Sergej Evljuskin (rechts) trifft zum 1:1 gegen Pirmasens.

Noch ist der KSV Hessen Kassel in der Fußball-Regionalliga Südwest ungeschlagen. Am vierten Spieltag gab es im mit 2000 Zuschauern gut besuchten Auestadion ein 1:1 (1:1) gegen den FK Pirmasens.

Kassel – Die Löwen agierten dabei allerdings unglücklich, etwas unkonzentriert. Sonst wäre gegen das Team aus der Pfalz mehr möglich gewesen. Vor allem, weil es die kommenden beiden Aufgaben in sich haben. Am Samstag ist der FC Homburg zu Gast, am Dienstag darauf geht es zur SV Elversberg – zwei Teams, die um den Aufstieg mitspielen wollen. Vier Aspekte des Duells:

Es war bei Weitem nicht das beste Spiel, das die Löwen in dieser Saison boten. Zwar waren sie in den ersten Minuten überlegen, weil Pirmasens sie spielen ließ. Große Chancen sprangen aber selten heraus. Auch nicht in der zweiten Hälfte, in der sich die Gäste fast vollkommen aufs Verteidigen und Kontern beschränkten. Die beste Möglichkeit hatte Lukas Iksal nach schöner Vorarbeit von Marco Dawid (55.). Doch Gianluca Lo Scrudato klärte auf der Linie. Und Schiedsrichter Timo Lämmle hatte da anders als einige Kasseler auch kein Handspiel gesehen.

Die Verletzten Mahir Saglik und Sebastian Schmeer wurden schmerzlich vermisst. Es war aber auch ein fahriger Auftritt des KSV. „Wir sind in den ersten Minuten gut reingekommen und haben dann gut nachgelassen“, sagte Trainer Tobias Damm. „Wir haben viele zweite Bälle verloren und waren gedanklich in vielen Situationen nicht auf der Höhe. Heute war nicht mehr drin“, sagte Damm. Und doch wäre mit einer konzentrierteren Vorstellung sicher mehr möglich gewesen.

Der Ausgleich noch vor der Halbzeit – er war wichtig. Und ihn hat einer erzielt, der – wie er selbst sagt – „sich sonst nicht so oft nach vorn verirrt. Adrian Bravo Sanchez hat sich super außen durchgesetzt, dann blieb der Ball von Nils Pichinot hängen, und ich hatte aus dem Rückraum freie Bahn“, sagte Sergej Evljuskin über seinen Treffer zum 1:1. Der 32-Jährige ist in der Innenverteidigung neben Kevin Nennhuber gesetzt und fühlt sich dort richtig wohl. „Das ist noch mal ein ganz anderes Niveau als in der Hessenliga. Du musst ständig auf der Hut sein, aufpassen, weil du eben in der Abwehr auch oft angelaufen wirst“, sagt Evljuskin.

Der Unparteiische Timo Lämmle aus der Nähe von Stuttgart zog nicht nur den Unmut der Zuschauer auf sich. „Heute wäre definitiv mehr drin gewesen, und das hatte auch weniger mit dem Schiedsrichter zu tun. Allerdings hat er nicht den glücklichsten Tag erwischt. Bei zwei, drei Entscheidungen lag er komplett daneben, da hätte es auf jeden Fall für uns ausgehen müssen“, sagte KSV-Kapitän Frederic Brill.

Für die Führung der Pirmasenser hatte Benno Mohr gesorgt. Nach einer Flanke von Tim Hecker schloss er volley mit der Innenseite ab und tunnelte Maximilian Zunker (22.). Für Mohr endete dieser Tag aber schmerzhaft. In der 79. Minute wurde er ausgewechselt. Seine Mitspieler riefen dann die Sanitäter zur Auswechselbank. Gästetrainer Patrick Fischer klärte auf: „Er hat eine Fleischwunde am Schienbein und musste ins Krankenhaus.“ (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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