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Torwart-Verletzungen im Hessenderby: Trainer Damm muss rein und ein Schiri wird zum Retter

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Von: Maximilian Bülau, Torsten Kohlhaase

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Tobias Damm (links) und Robin Scheu.
Die folgenschwere Szene: Tobias Damm bekommt das Knie von Robin Scheu gegen den Kopf. © Imago/Jan Huebner

Mit einem Schien- und Wadenbeinbruch musste Offenbachs Torwart Stephan Flauder das Hessenderby gegen den KSV Hessen am Sonntag vorzeitig beenden.

Kassel/Offenbach – Es war nicht die erste schwere Verletzung eines Schlussmanns in diesem Duell. Neben Flauders Zusammenprall erinnern wir an zwei weitere Situationen, die nichts für schwache Nerven waren.

Stephan Flauder

Die Partie war fast vorbei, der KSV Hessen führte 1:0, hatte die Chance auf die Vorentscheidung. Keeper Stephan Flauder kam aus seinem Tor, um den zweiten Treffer zu verhindern, prallte mit einem Mitspieler zusammen und blieb liegen. Lukas Iksal, der in der Nähe stand, schlug schnell die Hände vors Gesicht, ging geschockt zur Seitenlinie. Es war schnell klar, dass Flauder Schlimmeres passiert sein musste. Das Bein stand schief. Wenig später wurde er unter dem Applaus aller Fans und Spieler vom Feld getragen, winkte Richtung Tribüne.

Daniel Endres

15. Oktober 2016: 72 Minuten war das Hessenderby im Auestadion ansehnlich und sportlich attraktiv. Dann stürmten KSV-Fans das Spielfeld und sorgten fast für einen Abbruch. Weil die Kickers-Anhänger geklaute Löwen-Fahnen herausgeholt hatten, eskalierte die Situation. Etwa zehn Minuten war die Partie unterbrochen, dann ging es weiter. Sebastian Schmeer wurde mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum Matchwinner. Bevor er allerdings das 1:0 erzielte, traf er den Offenbacher Torwart Daniel Endres mit seinem ersten Schuss so heftig im Gesicht, dass dieser zu Boden sank und regungslos liegen blieb. Geistesgegenwärtig eilte Schiedsrichter Tobias Fritsch herbei, brachte Endres in die stabile Seitenlage und sorgte dafür, dass dieser wieder Luft bekam. Zuvor hatte er seine Zunge verschluckt, drohte zu ersticken.

Tobias Damm

1. Dezember 2015: Fernsehspiel um 20.15 Uhr in Offenbach. Mike Feigenspan hatte die Gäste in der 18. Minute in Führung gebracht, Martin Röser (25.) und Benjamin Pintol (75.) die Partie zugunsten der Offenbacher gedreht. Bis zur 87. Minute agierte der heutige KSV-Trainer Tobias Damm ganz normal als Stürmer, dann aber musste er in den Kasten. Torwart Kevin Rauhut hatte nach einer Notbremse Rot gesehen, das Auswechselkontingent war erschöpft. Nachdem Pintol den fälligen Elfmeter über das Gehäuse geschossen hatte, erwischte es Damm in der nächsten Szene. Er klärte zunächst überragend, bekam dabei aber das Knie von Robin Scheu gegen den Kopf. Damm blieb kurzzeitig bewusstlos liegen, spielte aber nach einer Behandlungspause weiter. Der damalige Löwen-Pressesprecher Torsten Pfennig sagte am Tag danach: „Tobi hat keine Erinnerungen an die letzten Minuten der Partie.“ (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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