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KSV-Hessen-Trainer Tobias Damms prognostiziert: Oben Ulm, unten offen

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Von: Maximilian Bülau

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Frederic Brill.
Fehlt den Löwen zum Restrunden-Auftakt: KSV-Kapitän Frederic Brill. © Andreas Fischer

Auch die Fußball-Regionalliga Südwest steht nun in den Startlöchern, am Wochenende beginnt für den KSV Hessen Kassel sowie die 18 weiteren Klubs die Restrunde.

Kassel – Für die meisten Teams stehen noch 14 Partien auf dem Programm, lediglich vier Mannschaften haben noch ein Spiel mehr zu absolvieren. Die Löwen müssen am Samstag beim FC Homburg antreten (14 Uhr). Wir wagen mit KSV-Trainer Tobias Damm einen Ausblick: Wer steigt auf? Für wen wird es im Abstiegskampf eng? Und wo landen die Löwen?

Die Aufstiegsfrage

Der SSV Ulm ist Tabellenführer mit 46 Zählern. Mainz II steht punktgleich auf Rang zwei. Es folgt Offenbach mit 44 Punkten und einer Partie weniger. In Schlagdistanz sind Elversberg (21 Spiele/41 Punkte) sowie Steinbach (22/40).

Damms Prognose: „Für mich sind Ulm und Offenbach die größten Favoriten auf den Aufstieg, weil sie am konstantesten sind und auch die Spitzenspiele gewinnen – oder zumindest nicht verlieren. Beide haben sich auch am besten verstärkt im Winter. Wenn ich mich auf eine Mannschaft festlegen muss, würde ich Ulm sagen. Es ist das Team mit der besten Spielanlage. Mainz II ist für mich die Überraschungsmannschaft bislang. Ich denke, die Mainzer werden sich oben halten, aber am Ende nicht ganz oben stehen. Elversberg hat auch Chancen, ist aber nicht so konstant wie die anderen Teams.“

Unsere Prognose: Mainz II wird etwas Boden verlieren – auch weil der FSV noch gegen alle Topteams antreten muss. Die Entscheidung über den Aufstieg in die 3. Liga fällt zwischen Ulm, Offenbach und Elversberg. Es wird bis zum Ende eng bleiben, kleine Ausrutscher können entscheidend sein – und somit auch der KSV Hessen, der noch gegen alle drei Mannschaften spielen wird – und das hintereinander. Nach Homburg kommt Elversberg, dann geht es nach Offenbach, anschließend kommt Ulm. In der Hinrunde verloren die Löwen nur gegen den SSV (1:2).

Die Abstiegsfrage

Schott Mainz ist als Letzter mit 16 Punkten etwas abgeschlagen. Doch von den möglichen Abstiegsrängen 14 und 15 bis zum KSV Hessen als Achten sind es gerade einmal sechs Zähler. Mehr als die halbe Liga zittert noch.

Damms Prognose: „In Sachen Abstieg ist alles offen. Schott Mainz, Gießen, Walldorf – alle werden ihre Punkte holen. Der FSV Frankfurt steht unter Druck, hat sich jetzt noch mal verstärkt. Aber man hat in der vergangenen Saison bei Großaspach gesehen, wie es laufen kann. Wenn du erst mal unten stehst, kann es tückisch werden. Es wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag werden.“

Unsere Prognose: Schott Mainz muss dieses Jahr runter. Die zweiten Mannschaften aus Hoffenheim und Stuttgart wird es nicht erwischen, im Zweifel wird von oben ausgeholfen. Schwierig wird es für Gießen, Pirmasens, Koblenz, Walldorf und Balingen. Großaspach hat sich mit Sascha Mölders im Angriff zumindest prominent verstärkt. Das muss aber keine Garantie für eine Besserung sein.

Die Löwen-Frage

Der KSV steht nach 22 Spielen auf Rang acht – ein Platz, mit dem am Ende der Saison sicher alle Löwen zufrieden wären. Das Auftaktprogramm hat es aber in sich.

Damms Prognose: „Unsere ersten vier Gegner stehen alle unter den besten Sechs. Wenn wir da punkten, können wir uns für den Rest der Saison ein gutes Polster aufbauen. Ansonsten stecken wir aber auch schnell wieder unten drin. Gegen Homburg fehlen uns nicht nur die Verletzten Tim Brandner, Leonardo Zornio, Jon Mogge und Nicolas Gröteke. Wir haben mit Frederic Brill und Nael Najjar zwei coronabedingte Ausfälle, Marcel Fischer hat noch mit den Nachwirkungen seiner Infektion zu tun. Lediglich Lukas Iksal ist wieder fit. Wir haben kein klares Ziel formuliert. Wir stehen jetzt gerade aber ganz gut und würden den Platz gern verteidigen.“

Unsere Prognose: Vielleicht rutscht der KSV noch einmal näher an die Abstiegsplätze heran – die Löwen werden die Klasse aber souverän halten. Die Mannschaft ist gefestigt, hat auch personelle Rückschläge immer weggesteckt und sich in dieser Saison entwickelt, vor allem spielerisch. Daraus entsteht allerdings auch eine gewisse Erwartungshaltung. Einziges Manko: Die Lücke im Sturmzentrum wurde nicht gefüllt – und Mogge sowie Fischer fallen erst mal aus. (Maximilian Bülau)

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