Viel Selbstbewusstsein und Begeisterung

Das macht den KSV so stark: Die Löwen als Tabellenführer

Es läuft bei den Löwen: Angreifer Sylvano Comvalius (links) gratuliert nach dem Sieg in Freiburg dem Torschützen , Shqipon Bektashi. Foto: Hedler

Kassel. Es ist ein Moment zum Genießen. Keiner zum Ausruhen.  Der KSV Hessen steht nach dem souveränen 2:0-Sieg beim SC Freiburg II an der Tabellenspitze.

Er fährt am vierten Spieltag als Tabellenführer nach Ludwigshafen (Sa, 14 Uhr) , wo das Auswärtsspiel gegen Wormatia Worms ansteht (Die EWR-Arena in Worms wird derzeit saniert). Das macht viel Hoffnung auf eine gute Saison. Was aber macht die Löwen derzeit so stark?

DAS SELBSTBEWUSSTSEIN 

„Das kann man derzeit spüren“, bestätigt Trainer Matthias Mink, auch wenn er feststellt: „Die Saisonvorbereitung ist eigentlich nicht optimal gelaufen.“ Dann aber kam das erste Saisonspiel gegen Vorjahresmeister Offenbach. Und mit ihm zwei Tore in der Schlussphase, die aus einem 0:2 noch ein 2:2 machen. Seither glauben die Löwen an ihre Stärke. Und bestätigten sie mit den souveränen Siegen gegen Steinbach und Freiburg.

DIE BEGEISTERUNG 

„Ich weiß nicht, wie die Begeisterung bei den Fans angekommen ist. In der Mannschaft spüre ich sie“, sagt Mink. Und natürlich stammt viel von dieser Begeisterung aus dem Pokal-Highlight gegen den Bundesligisten Hannover. Auch wenn die Sensation nicht gelang – der KSV hat gezeigt, dass er mithalten kann. „Das Zutrauen in die eigene Stärke ist seitdem da. Der Pokal war ein positives Erlebnis für alle“, sagt Mink.

DIE KADERTIEFE 

Eins steht jetzt schon fest: Die Neuzugänge haben dem KSV-Kader mehr Qualität gegeben. Das zeigt auch ein Blick auf die, die derzeit nicht spielen. So sitzt Mittelfeldspieler Dennis Lemke bisher nur auf der Bank. Auf den Positionen im Zentrum hat Mink derzeit halt reichlich Auswahl. Das zahlt sich aus, ebenso wie in der Offensive, wo sich der Trainer in Freiburg sogar den Luxus erlauben konnte, den prominentesten Neuzugang, Sylvano Comvalius, erst einmal auf die Bank zu setzen. „Wir sind in der Breite deutlich stärker“, bestätigt Mink.

Der allerdings auch eine Baustelle hat. In der Innenverteidigung werden auch am Samstag mit Nico Perrey und Steffen Friedrich zwei Spieler fehlen. Hier gibt es also keine Qual der Wahl.

DIE STEIGERUNG 

„Eigentlich ist er ja kein typischer Torjäger“, staunt selbst Mink. Für Shqipon Bektashi gilt derzeit aber: Nahezu jeder Schuss ein Treffer. Gegen Freiburg erzielte der Neuzugang sein sechstes Tor im dritten Spiel. Für den Trainer ist das auch eine Frage des Systems. Bektashi profitiert von offensiver ausgerichteten Löwen. Gleiches gilt für Außenverteidiger Sergej Schmik, den zweiten Torschützen in Freiburg. Auch er hat mehr Freiräume in der Offensive, die er bisher trefflich nutzt. Und Henrik Giese, der zwischenzeitlich bereits aussortiert schien, überzeugt durch Flexibilität, spielte Links- und Innenverteidiger.

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