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0:0 gegen Aufsteiger Freiberg: Das Warten des KSV Hessen auf den ersten Sieg geht weiter

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Von: Maximilian Bülau

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Noah Jones (rechts).
Die beste Möglichkeit für den KSV Hessen: Angreifer Noah Jones (rechts) vergibt in dieser Szene, Freibergs Torhüter Niclas Heimann (nicht im Bild) pariert. © Dieter Schachtschneider

Nach diesem 0:0 kam die Frage auf, ob Gästetrainer Ramon Gehrmann einfach ein sehr netter Mensch ist, oder ob er ein ganz anderes Spiel gesehen hatte.

Kassel – Sicherlich, der KSV Hessen Kassel war zuhause gegen den SGV Freiberg das etwas bessere Team. Doch dass Gehrmann davon sprach, einen glücklichen Punkt beim bisher stärksten Gegner der Fußball-Regionalliga Südwest geholt zu haben, das ging dann doch ein bisschen zu weit.

Schließlich war für die Löwen so bereits am Freitagabend klar, dass sie weiter auf den ersten Saisonsieg warten müssen – und dass sie auch nach dem vierten Spieltag das Schlusslicht der Südwest-Staffel sind.

Wie schon zwei Wochen zuvor gegen Koblenz war der KSV im eigenen Stadion überlegen, hatte mehr vom Spiel, Zeit und Platz, um sich zu entfalten. Doch es bleibt auch nach dem Debüt des neuen Angreifers Noah Jones, der in der Startelf stand, das Gefühl, dass vor allem in der Offensive etwas fehlt. Sei es Überzeugung, sei es Wille, sei es ein bisschen Feuer. Jones hatte in der 19. Minute die große Möglichkeit, seinen Einstand gleich mit einem Treffer zu krönen, als er nach Zuspiel von Jascha Döringer frei auf Gästekeeper Niclas Heimann zulief, aber an ihm scheiterte (19.). Neun Minuten zuvor hatte Steven Rakk aus kurzer Distanz die Latte getroffen. Es blieben die einzigen beiden Großchancen dieser Partie gegen den Aufsteiger.

Jones war nach seinem ersten Auftritt im Löwen-Trikot von der Stimmung begeistert, ihm hatte auch das Stadion gefallen – das Ergebnis freilich nicht so sehr. Doch glaubt man dem 20-Jährigen, wird sich der Erfolg bald einstellen: „Es geht weiter. Tore werde ich schon noch genug machen. Die Punkte zeigen das noch nicht, aber wir haben in dieser Saison noch einiges vor“, sagt er.

Sein Trainer Tobias Damm hatte am Freitag zumindest ein Spiel gesehen, in dem sich zwei Mannschaften nichts geschenkt und nicht nachgelassen hätten. „Es war ein Kampf. Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, das Tor zu machen. Defensiv war es sehr intensiv“, befand er. Und tatsächlich: Wollte man aus diesem 0:0 etwas Positives ziehen, dann sicherlich den Fakt, dass der KSV zum ersten Mal ohne Gegentor geblieben ist und trotz einiger Kontermöglichkeiten der Gäste sicherer stand als zuletzt. Umso bitterer war es da, dass Hendrik Starostzik in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden musste. Er fasste sich an den hinteren Oberschenkel. Eine Muskelverletzung ist wahrscheinlich. „Er hatte in der Halbzeit schon Probleme an der Stelle“, sagte Damm.

Steven Rakk ist sich dennoch sicher: „Wenn wir weiter so arbeiten, wie wir es in den vergangenen Wochen gemacht haben, dann bin ich optimistisch, dass wir Punkte holen. Und jetzt müssen wir auch Punkte holen.“ Die nächste Möglichkeit gibt es am kommenden Freitag beim VfR Aalen, der von Ex-KSV-Trainer Tobias Cramer betreut wird. Es muss sich etwas ändern, damit die Löwen wirklich zu einem der besten Gegner in der Liga werden. (Maximilian Bülau)

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