Ehemaliger KSV-Fußballer Uwe Habedank feiert 70. Geburtstag

Handschlag der Kapitäne: Uwe Habedank (links) und Franz Beckenbauer vor dem Pokalspiel gegen Bayern München im Dezember 1970, das vor 30 000 Zuschauern 2:2 endete. In der Mitte Schiedsrichter Gerhard Schulenburg (Hannover). Foto:  Baron/nh

Kassel. Als Uwe Habedank mit den Fußball-Altherren des KSV Hessen im Oktober 1978 am Hamburger Rothenbaum auf die Senioren-Truppe des HSV traf, trichterten ihm seine KSV-Kumpels vorher ein: Häng dich an die Fersen von Günther Netzer, lass ihn nicht ins Spiel kommen, und wir werden dem HSV Paroli bieten.

Und so kam‘s auch: Habedank schaltete den großen Blonden aus, der seinen Wachhund im Verlauf des Spiels wiederholt mit den Worten „Hau endlich ab“ anschrie. Gegen Torwart Schnoor, Uwe Seeler, Netzer, Kurbjuhn, Schulz, Charly Dörfel und Co. glückte den Löwen tatsächlich ein 2:2.

So wie Uwe Habedank, der morgen seinen 70. Geburtstag feiert, damals den ehemaligen Nationalspieler Netzer ausbootete, so neutralisierte er in seiner langen Vertragsspieler-Karriere meistens auch die gegnerischen Spielmacher in der Regionalliga. Darüber hinaus galt Habedank als Dauerläufer und Dauerbrenner schlechthin. Von allen Akteuren, die das Löwen-Trikot trugen, waren nur die inzwischen verstorbenen Gala Metzner (365 Spiele), Hans Alt (356), Dieter Vollmer (335) und Karl Hutfles (321) häufiger im Einsatz als Habedank (312). Und: In seiner fast 30-jährigen Laufbahn sah Habedank nicht ein einziges Mal die Rote Karte.

Fußball scheint bei den Habedanks im Blut zu liegen: Vater Ludwig (SV Kurhessen), seine beiden Brüder Klaus (74, KSV-Amateure) und Dieter (64, Wolfsanger), seine Söhne aus erster Ehe mit Renate, Frank und Tim (beide Nordshausen), sowie sein Sohn Philipp (18, SG Warmetal) aus zweiter Ehe mit der Österreicherin Regina – sie alle spielten oder spielen Fußball. Und nun hat auch noch Enkel Ole die Liebe zum runden Leder entdeckt und spielt beim SV Nordshausen.

Heute frönt Uwe Habedank seinem neu entdeckten Hobby: „Meine Leidenschaft ist das Mountainbike-Fahren. Mit meiner Regina verbringe ich jeden Sommer etwa drei Wochen im Salzburger Land, wo wir uns auf ausgewiesenen Strecken schon mal aus zweitausend Metern auf siebenhundert hinabstürzen. Im Winter geht’s dann auf dem gleichen Weg mit Skiern bergab.“

Die Geburtstagsfete steigt in seinem Nordshäuser Eigenheim, wo Habedank „etwa 60 Freunde und Bekannte“ erwartet.

Von Günter Grabs

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