Steffen Friedrich tritt neuen Job an

KSV Hessen unterliegt bei Hoffenheim II: Debüt und Doppelfehlschuss

Tobias Damm.
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Ärgerte sich: KSV-Trainer Tobias Damm.

Auswärts läuft es nicht für den KSV Hessen Kassel. Fünfmal traten die Löwen in dieser Spielzeit in der Fußball-Regionalliga Südwest auf fremden Plätzen an, viermal verloren sie, in Elversberg gab es zumindest einen Punkt.

Kassel – Am Dienstagabend unterlag das Team von Trainer Tobias Damm nun der Reserve der TSG Hoffenheim 0:2 (0:1). Dabei gab einer sein Debüt, einer trat zweimal erfolglos zum Elfmeter an, einer stand in der Kritik und einer verkündete, dass er bald neue Wege geht.

Das Debüt

Am Montag vermeldete der KSV die Rückkehr von Mike Feigenspan. Am Dienstag stand der 26-Jährige bereits im Kader für das Auswärtsspiel in Baden-Württemberg. Am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr gab er dann sein Debüt für die Löwen. Damm wechselte Feigenspan in der 56. Minute ein und war hinterher zufrieden mit dessen Leistung: „Man hat gesehen, dass er sich gut von den Verteidigern löst. Er lässt sich immer wieder fallen, hatte viele Ballkontakte und zwei, drei richtig gute Aktionen.“ Eine davon in Minute 75.

Der Doppelfehlschuss

Feigenspan wurde im Strafraum gefoult – da lag der KSV bereits 0:2 zurück. Doch eine Viertelstunde vor dem Ende war die Chance zum Anschluss da. Damms etatmäßige Elfmeterschützen waren nicht auf dem Feld: „Inge (Ingmar Merle) und Jon (Jon Mogge) schießen eigentlich. Jon ist verletzt, Inge war schon ausgewechselt“, sagt der Trainer. Also schnappte sich Jascha Döringer den Ball – und vergab. Seinen Versuch in die Mitte hielt Hoffenheims Keeper Luca Philipp mit dem Fuß. „Er hat zu früh die Linie verlassen, deswegen hat er ihn gehalten“, erklärt Damm. Weil der Linienrichter aufmerksam war, wurde der Strafstoß wiederholt. Döringer trat erneut an, aber auch sein zweiter Schuss wurde pariert. „Er hat zweimal Verantwortung übernommen. Das kann passieren. Für den Kopf ist das nicht gut. Ich bin mit aber sicher, dass er damit klarkommt“, meint Damm.

Die Kritik

Für Döringer war es kein guter Tag. Glaubt man dem Trainer, dann hatte Schiedsrichter Jan Dennemärker aber auch nicht seinen besten: „Seitdem ich Cheftrainer bin, war das die Partie mit den meisten Fehlentscheidungen. Auf beiden Seiten, aber mehr auf unserer. Das haben sogar die Hoffenheimer hinterher bestätigt“, so Damm. Torhüter Nicolas Gröteke habe vor dem 0:1 – ein verwandelter Strafstoß von Nick Proschwitz (25.) – den Ball klar mit der Hand gespielt, sagt der 37-Jährige. Das 0:2 erzielte mit Joshua Brenet ebenfalls ein Spieler mit Profi-Erfahrung. Der 27 Jahre alte Niederländer traf aus 18 Metern (58.).

Der Wechsel

Teammanager Steffen Friedrich hat ab dem 1. Oktober einen neuen Job. Der 27-Jährige wird den KSV zwar noch nicht ganz verlassen, allerdings nimmt Friedrich morgen seinen Job bei der Berateragentur „Projekt B“ von Marc Kosicke an. „Mein Studium läuft aus, ich habe meine Bachelorarbeit abgegeben. Von daher war es klar, dass etwas Neues kommen wird“, sagt Friedrich. Zunächst wird er alle zwei Wochen für vier Tage beim Stammsitz der Agentur in Eltville sein. Für den KSV ist er nun nur eingeschränkt verfügbar. Das erzählte Friedrich während des Spiels, das er in der ersten Halbzeit im KSV-Radio begleitete. (Maximilian Bülau)

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