KSV-Stürmer Damm spricht über die fatalen Folgen eines Torschusses

Nach dem Tor ging es ins Krankenhaus: Tobias Damm.

Kassel. So etwas hat Tobias Damm auch noch nicht erlebt in seiner Karriere als Fußballer. 28 Jahre ist der Stürmer des Regionalligisten KSV Hessen Kassel alt, er hat schon 71 Tore in Ligaspielen für die unterschiedlichsten Vereine erzielt. Doch noch nie musste er nach einem Treffer direkt – ins Krankenhaus.

Geschehen ist das am Sonntag beim Testspiel der Löwen in Halberstadt. Da traf er in der 18. Minute zum 1:0. Doch Freude löste das Tor nicht aus. Denn: „Ich hatte heftige Schmerzen, die ich wirklich keinem wünsche“, erzählt Damm drei Tage nach dem Unfall auf dem Fußballplatz.

So richtig erklären kann er sich immer noch nicht, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte, der ihn sogleich mattsetzte. „Ich habe mit dem rechten Fuß von der Strafraumgrenze abgeschlossen und dabei gegrätscht. Irgendwie hat mich unmittelbar danach der Gegenspieler mit dem Stollen unglücklich und unabsichtlich am linken Knie getroffen.“ Die Folge dieser Aktion: eine tiefe Fleischwunde.

Im Halberstädter Krankenhaus wurde das Knie geröntgt und schlimmere Verletzungen wurden ausgeschlossen. Die Wunde wurde mit sieben Stichen genäht. Pünktlich zur Heimfahrt aus Sachsen-Anhalt war Damm wieder am Mannschaftsbus, doch an Training mit den Kollegen ist nun erst einmal nicht zu denken.

Das Knie darf er nicht groß belasten. Jeden zweiten Tag muss er zum Arzt, um zu schauen, ob alles ordnungsgemäß verheilt. Ende nächste Woche bekommt er die Fäden gezogen. Erst danach kann er womöglich wieder zur Mannschaft stoßen. Bei allem Ärger sieht er auch etwas Positives: „Gut, dass es am Anfang der Vorbereitung passiert ist.“ So kann er zum Auftakt der Pflichtspiele Ende Februar vielleicht wieder dabei sein. Und immerhin: „Ich bin auf dem Weg der Besserung und habe keine Schmerzen mehr.“

Dennoch plagt er sich mit der bisher schwersten Verletzung in seinem Leben herum. Er hatte mal eine Muskelverletzung – aber sonst? Nichts. Im Rückblick auf die Ereignisse am vergangenen Sonntag sagt er: „Den Treffer hätte ich lieber nicht erzielt.“

Von Florian Hagemann

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