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Der KSV Hessen darf jubeln: 2:0 im Auestadion gegen den TSV SteinbachHaiger

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Von: Maximilian Bülau

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KSV Hessen gegen TSV Steinbach Haiger
Jubel bei den Löwen © Björn Mahr

Das ist der zweite Saisonsieg für den KSV Hessen: Im Heimspiel der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den klaren Favoriten TSV Steinbach Haiger gelang der Elf von Trainer Tobias Damm ein 2:0-Sieg.

Kassel – Der zweite Saisonsieg ist endlich geschafft. Und was für einer! Gegen den Tabellenzweiten TSV Steinbach gelang dem Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel ein 2:0 (1:0). Der Erfolg war nicht nur überraschend, sondern auch vor allem dank einer starken Defensivleistung absolut verdient.

Der Debütant stand gleich im Tor. Die gute Nachricht: Marlon Sündermann, am Donnerstag verpflichtet, hatte erst einmal wenig zu tun. Gut deshalb, weil es bedeutete: Seine Vorderleute verrichteten ihren Job hervorragend. Die Fünferkette stand sehr sicher. Und nicht nur das: Auch in der Offensive setzten die Löwen früh Akzente. Bei einer Flanke von Nael Najjar kam Marcel Fischer mit dem Kopf aber nicht richtig hinter den Ball. Und Noah Jones´ Schuss vom linken Strafraumeck strich rechts am Tor vorbei.

In der 14. Minute aber war es soweit. Der KSV ging in Führung. Bei einem Konter über die rechte Seite ging Fischer in den Strafraum, spielte auf Daniele Vesco. Nach dessen Ablage stand Jones frei und vollendete überlegt. Ein frühes 1:0 gegen den Tabellenzweiten – das konnte sich doch sehen lassen.

Steinbach erhöhte nun natürlich seine Angriffsbemühungen, hatte meist den Ball. Wirklich gefährlich wurden die Gäste aber lange nicht. Ein Schuss von Serkan Firat ging deutlich am Tor vor bei (16.). Und als der Stürmer in der 24. Minute in aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze den Ball erhielte, da klärte Kevin Nennhuber fast schon lässig. Und Sündermann? Der dirigierte lautstark, musste nur einmal mit den Fäusten eine gefährlich auf das Tor gezogene Ecke entschärfen.

Die besseren Möglichkeiten hatte aber der KSV mit seinen Kontern. Najjars Schuss wurde von Manuel Kober im letzten Moment geblockt (18.). Später ging Nils Stendera nach einem Zuspiel von Najjar allein in den Strafraum, seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte Schlussmann Kevin Ibrahim zur Ecke (32.). Diese Ecke wurde zunächst geklärt, der Ball kam dann aber erneut in den Strafraum. Nennhuber köpfte ihn auch ins Netz, stand aber knapp im Abseits.

Trotzdem: Die Pausenführung war verdient. Der KSV hatte dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt, verstand es glänzend, das Spitzenteam Steinbach vom eigenen Tor entfernt zu halten.

Das war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit so. Die Partie, vor der Pause sehr hitzig, wurde etwas ruhiger, aber auch zerfahrener. Dass die Gäste dann in der 59. Minute fast den Ausgleich erzielt hätten, kam so aus dem Nichts. Aber: Die Gastgeber hatten dann aber riesiges Glück. Fischer verlor den Ball im Mittelfeld, Arif Güclü zog an der Strafraumgrenze ab. Der Ball landete am rechten Innenpfosten, trudelte dann vor der Linie. Sündermann wäre da ohne Chance gewesen. Kurz darauf aber bewahrte der Neuzugang sein Team vor dem Gegentreffer. Paul Stock stürmte in den Strafraum, doch Sündermann parierte seinen Schuss,

Steinbach war plötzlich am Drücker. Aber wer schlug dann zu? Die Löwen. Und wie! Ein Schuss des gerade eingewechselten Lukas Iksal wurde geblockt. Doch Kassel setzte nach. Najjar eroberte den Ball, flankte – und Maurice Springfeld stürmte ins Zentrum, stieg zum Kopfball hoch und traf mit einer Bogenlampe zum 2:0 (67.). Der Innenverteidiger ließ sich für sein erstes Saisontor vor der Fankurve feiert.

Und seine Mannschaft, die ließ sich diesen überraschenden Sieg nun nicht mehr nehmen. Der eingewechselte Marco Dawid, der bärenstarke Najjar und Iksal vergaben bei Kontern sogar die Chance zum 3:0. Aber das war nicht mehr entscheidend. Steinbach kam nicht mehr zurück. Der zweite Saisonsieg war endlich geschafft. (Frank Ziemke)

Die Statistik

KSV Hessen: Sündermann - Najjar, Springfeld, Starostzik, Nennhuber, Durna - Brill, Vesco (76. Kahraman), Stendera (89. Rakk) - Fischer (76. Dawid), Jones (66. Iksal)

Steinbach: Ibrahim - Pereira da Silva (71. Owusu), Langesberg, Kober, Strujic - Stock, Eismann, Bisanovic (62. Breitfelder), Singer (62. Tehe) - Firat (76. Gudra), Güclü

SR: Ulbrich (Düdelsheim), Z: 1393

Tore: 1:0 (14.) Jones, 2:0 Springfeld (67.)

Gelbe Karten: Durna, Jones, Iksal, Kahraman - Stock, Eismann

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