KSV Hessen spielt am Samstag (14 Uhr) gegen Gießen auf Kunstrasen

Ohne Sechser mit Doppelsechs

Zwei Fußballer auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion Kassel beim KSV Hessen
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Es geht auf den Kunstrasen: Adrian Bravo Sanchez, hier rechts im Testspiel gegen Wuppertal, muss am Samstag mit dem KSV auf den Nebenplatz ausweichen – und wahrscheinlich als Sechser spielen.

Gießen kommt. Und wieder ist es ein ganz wichtiges Spiel für den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel.

Am Samstag um 14 Uhr treffen die Löwen auf einen Tabellennachbarn und Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, zugleich aber auch auf die Mannschaft der Stunde in der Südwest-Staffel. Die Gäste habe vier ihrer fünf Partien 2021 gewonnen.

Rund um das Spiel:

Der Platz

Der KSV muss am Samstag erstmals auf der Kunstrasenplatz am Auestadion ausweichen. Der Rasen ist unbespielbar, aufgeweicht und teilweise schneebedeckt. Die Begehung beider Plätze brachte gestern das Ergebnis, dass auf dem Nebenplatz gespielt werden könne. Trainer Tobias Damm, kein großer Freund von Spielen auf Kunstrasen, war am Vormittag noch davon ausgegangen, dass auch hier wegen des noch vorhandenen Schnees nicht gespielt werden könne. Zumindest war dann aber am Donnerstag und Freitag Training auf Kunstrasen möglich.

Der Aufwand

Die Verlegung eines Pflichtspiels aus dem Stadion heraus bringt für die Gastgeber einige Probleme mit sich. „Die größte Herausforderung ist das Werbethema“, sagt Vorstandsmitglied Daniel Bettermann. Der KSV muss die Werbebanden zum Kunstrasen bringen, an dem aber kaum Platz ist. Alternativ überlegt der Klub, Logos der Werbekunden in den Livestream einzubinden. Für die Pressevertreter müssen Arbeitsplätze eingerichtet, Stromanschlüsse verlegt werden. Zu klären ist auch, wo Teams und Schiedsrichter sich umziehen. Unter Corona-Bedingungen reicht das Gebäude am Platz nicht aus.

Die Serie

Etwas skurril ist dieser Spielplan ja schon. Wenn die Partie gegen Gießen angepfiffen wird, ist es der vierte Samstag nacheinander, an dem die Kasseler ein Heimspiel haben. Dazwischen lag nur ein Auswärtsspiel in Balingen. Viermal zuhause in einem Monat – das hat man auch nicht alle Tage. Umso bitterer, dass derzeit keine Fans zusehen dürfen. Und: Am ersten Samstag im Februar – da spielen die Löwen schon wieder zuhause. Nachdem die Hinserie am Dienstag in Freiburg abgeschlossen wird, kommt dann zum Rückrunden-Auftakt die Reserve des VfB Stuttgart.

Das Personal

Macht Trainer Damm weiter nicht glücklich. Und führt vermutlich zur zunächst etwas widersprüchlich wirkenden Schlussfolgerung: Der KSV hat keinen etatmäßigen Sechser. Also spielt er mit einer Doppelsechs. Für Kapitän Frederic Brill kommt die Partie zu früh, sein Knie macht bei Richtungswechseln noch immer Probleme. Brian Schwechel kehrte erst gestern ins Training zurück. Sergej Evljuskin ist nicht mehr da. Mit zwei Sechsern, die dann vermutlich Adrian Bravo Sanchez und Alban Meha hießen, könnte Damm die Last auf zwei Schultern verteilen. Er sagt aber auch: „Vielleicht lasse ich mir noch etwas anderes einfallen.“

Der Gegner

Mit Rückkehrer Michael Fink ist der FC Gießen deutlich stärker geworden. „Er gibt der Mannschaft neue Stabilität“, sagt Damm. Und: „Er ist nicht mehr der Schnellste, aber er hat eben ein kluges Stellungsspiel und eine gute Spieleröffnung.“ Die letzten Duelle zwischen dem KSV und Gießen gab es in der Hessenliga-Saison 2018/19. Die Partie im Auestadion endete 0:0, auswärts verloren die Löwen 1:3. Gießen stieg am Ende als Meister auf.

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