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Der Lautsprecher bleibt ein Löwe: Starostzik verlängert beim KSV Hessen bis 2024

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Von: Maximilian Bülau

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Hendrik Starostzik.
Er bleibt ein Löwe: Hendrik Starostzik hat seinen Vertrag verlängert. © Andreas Fischer

Das Bild zur Pressemitteilung zeigt Hendrik Starostzik zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Jens Rose und Swen Meier vor einem Weihnachtsbaum.

Kassel – Passender wäre wohl gewesen, wenn „Henne“ – so Starostziks Spitzname – unter dem Baum gelegen hätte. So als verfrühtes Weihnachtsgeschenk. Denn der 31 Jahre alte Innenverteidiger hat seinen Vertrag beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel um ein Jahr bis 2024 verlängert.

Die Verlängerung

Böse Zungen könnten natürlich sagen, nach diesem Halbjahr der Löwen ist keine Verlängerung mit einem Spieler ein Geschenk. Dass Starostzik bleibt, ist aber ein gutes Zeichen. Dafür gibt es Gründe. Der 31-Jährige, der in der Nähe von Gießen lebt, ist einer der wenigen Lautsprecher im Team. Einer, der klar sagt, was gut und was schlecht ist. Gerade in schwierigen Situationen wie derzeit sind solche Spieler besonders wichtig. Und auch auf dem Platz gibt es Argumente für Starostzik. Viermal hat er gefehlt, alle vier Partien gingen verloren, die Löwen kassierten jeweils drei Gegentore. Der Gegentreffer im Heimspiel gegen Offenbach fiel zudem erst nach seiner Auswechslung.

„Ich musste nicht lange überlegen, ich fühle mich wohl in Kassel – mal abgesehen von der derzeitigen sportlichen Situation“, sagt Starostzik. Er denkt nicht darüber nach, ob die Löwen in der kommenden Saison in der Hessenliga spielen könnten. „Darüber will ich gar nicht sprechen, das wird nicht passieren“, sagt er deutlich. „Die Mannschaft an sich ist charakterlich 1A. Manchmal sind wir zu lieb, das ist ein kleiner Kritikpunkt. Vielleicht müssen wir uns öfter mal die Meinung sagen, vor allem, wenn wir – wie in der ersten Phase der Saison – zehn Spiele nicht gewinnen“, findet der 31-Jährige. Zwischendurch holten die Löwen dann 14 Punkte aus acht Partien. „Da dachten wir, wir sind über den Berg. Das war der Fehler. Dann ist der Schlendrian wieder reingekommen. So haben wir die letzten beiden Spiele verloren“, erklärt der Verteidiger.

Über die Verlängerung freut sich Starostzik dennoch: „Der Verein ist frühzeitig auf mich zugekommen. Diese Anerkennung will ich nun zurückzahlen“, sagt er. Ob der KSV sein letzter Klub sein wird, ist für Starostzik noch nicht klar. „Da mache ich mir keine Gedanken. Auch wenn man in meinem Alter schon ab und an überlegt, wie lange man noch spielen will. Alles andere wäre ja auch grob fahrlässig“, erklärt er lachend.

Die Einschätzung

„Henne ist ein Typ, der vorweggeht. Er bringt Erfahrung mit, ist lautstark, gibt Kommandos, zeigt eine stabile Leistung. So einen brauchst du in der Abwehr. Mit Kevin Nennhuber ist er der Erfahrenste.“ Trainer Tobias Damm freut sich über Starostziks Verlängerung.

Die Transfers

Noch immer ist nicht klar, ob Sercan Sararer im Winter nach Kassel wechseln wird. In dieser Woche könnte aber Bewegung in den Transfer kommen. Laut Damm wird Sararer zum Medizincheck in Kassel erwartet. In der Pressemitteilung des Vereins heißt es, es werde intensiv an weiteren Neuzugängen gearbeitet. So als Weihnachtsgeschenk vielleicht. (Maximilian Bülau)

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