Er wäre auch ein guter Läufer gewesen

Der Marathon-Mann der Löwen wird 75: Klaus Weiland sorgte für Dominanz im Mittelfeld

Klaus Weiland (vorn), links dahinter Herbert Maciossek.
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Stets in Ballnähe: Klaus Weiland (vorn), links dahinter Herbert Maciossek.

Der Fußballer Klaus Weiland hätte sicherlich auch eine gute Figur als Läufer auf der Marathonstrecke abgegeben.

Kassel/Bebra – Das ehemalige Mittelfeld-Ass, das von 1967 bis 1975 exakt 250 Spiele für den KSV Hessen in der Regional- und Oberliga bestritt, galt als wahres Konditionswunder bei den Kasseler Löwen. Noch lange nach Spielschluss, so erzählte einmal ein Mitspieler, spulte Klaus Weiland, der heute 75 Jahre alt wird, „ein zusätzliches Laufpensum herunter, wenn wir anderen schon längst unter der Dusche standen.“ Der „Marathon-Mann“, mit einer wahren Pferdelunge ausgestattet, trug viel dazu bei, dass seine Mannschaft im Mittelfeld meist tonangebend war.

Der Dauerläufer gehört mit seinen 250 Partien im Löwen-Dress zu den zehn Vertragsspielern, die mindestens diese stolze Zahl vorweisen können. Spitze in dieser Rangliste ist der 1994 verstorbene Nationalspieler Karl-Heinz „Gala“ Metzner mit 365 Einsätzen.

Heute ist Klaus Weiland in seinem Bewegungsdrang stark eingeschränkt. „Morbus Bechterew, eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, macht mir stark zu schaffen. Mein einziges Hobby ist der Garten“, erzählt der Jubilar.

Nach seiner Zeit im Auestadion kehrte er wieder zu seinem Heimatverein FV Bebra zurück. Dort wirkte er als Spielertrainer und hängte beim damaligen Landesligisten erst mit 48 Jahren die Fußballstiefel an den Nagel. Sohn Timo, heute 45, trat in die Fußstapfen seines Vaters und spielte als Schüler zusammmen mit Kujtim Mustafi, dem Vater von Weltmeister Shkodran Mustafi.

Seinen Geburtstag feiert Klaus Weiland, seit 1972 mit seiner Ursula verheiratet, coronabedingt zuhause im engsten Familienkreis. (Günter Grabs)

Klaus Weiland, am 5. November 1945 in Kassel geboren und in Bebra aufgewachsen, kam 1967 zum KSV Hessen, für den er bis 1975 genau 250 Spiele bestritt. Der dreifache Großvater hat zwei Söhne, Lars und Timo. Weiland war zuletzt Angestellter bei der Stadt Bebra, in der er noch heute wohnt.

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