Heute Videokonferenz mit allen Klubs

Wie geht es in der Regionalliga Südwest weiter? Der Tag X rückt näher

Tobias Damm.
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KSV-Trainer: Tobias Damm.

Wäre diese Entscheidung ein Westernfilm, das finale Aufeinandertreffen, auf das der ganze Film hingearbeitet hat, würde er in Rheinland-Pfalz stattfinden.

Kassel – Auf einer staubigen Wiese vor dem Stadion von Schott Mainz. Auf der einen Seite Henry Fonda als Frank, auf der anderen Charles Bronson als der Namenlose mit der Mundharmonika. Der spielt nicht das Lied vom Tod. Eher das Lied der Hoffnung.

Wer in diesem Fall nun der Bösewicht Frank ist und wer der Held – die Meinungen werden auseinandergehen. Denn klar ist: Ob die Fußball-Regionalliga Südwest im Dezember fortgesetzt werden soll, wird kontrovers diskutiert. Bis zum 17. November, dem Tag X sozusagen, müssen alle 21 Teams wieder ins Training einsteigen, damit ein Neustart Anfang Dezember möglich ist – das hatte die Liga verlauten lassen.

Jedenfalls spielt der Klub Schott Mainz eine Hauptrolle – ebenso wie das Bundesland Rheinland-Pfalz. Das ist das einzige, das der Regionalliga Südwest nicht den Stempel Profisport verpasst hatte, damit für die Unterbrechung im November sorgte. In Hessen und Baden-Württemberg dürfen die Mannschaften trainieren, auch Testspiele absolvieren. Das Saarland hat sich bereit erklärt, den Teams eine Sondergenehmigung auszustellen. Auch in Rheinland-Pfalz bemühen sich drei von vier Teams um eine Fortsetzung. Schott Mainz nicht.

Felix Wiedemann, Sprecher der Südwest-Staffel, sagte gestern: „Zum Grundverständnis: Wir gehen davon aus, dass die derzeit gültigen Verordnungen am 30. November außer Kraft treten. Um dann direkt wieder am 1. Dezember spielen zu können, haben wir die Frist des Trainingsbeginns am 17. November gesetzt. Aber auch, wenn Klubs zum Beispiel erst im Dezember wieder trainieren, heißt das nicht, dass wir nicht mehr spielen.“ Laut Wiedemann gebe es Überlegungen, dann beispielsweise ab dem 14. Dezember noch drei Partien auszutragen – inklusive einer Englischen Woche. Für eine weitere Abstimmung wird es heute eine Videokonferenz der Liga mit allen Klubs geben.

Klar sei aber auch, sagt Wiedemann, dass alles an den behördlichen Entscheidungen hänge, man keine verbindlichen Auskünfte geben könne. „Stand heute sind fünf Spiele ausgefallen. Wenn der Dezember dazukäme, wären es acht. Auch dann sehe ich noch Lösungen, um eine komplette Spielzeit zu absolvieren“, sagt er. Minimalziel sei aber eine einfache Runde. Es sei in der Satzung verankert worden, dass es dann eine Wertung mit Absteigern geben könne. Wie es nun weitergeht, hängt auch von diesem finalen Duell ab. Nicht auf einer staubigen Wiese in Mainz, sondern über eine saubere Leitung im Internet. (Maximilian Bülau)

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