Auestadion, 17 Uhr

Der Zirkus kommt in die Stadt: Der Bahlinger SC steht für Spektakel, am Mittwoch gegen den KSV Hessen

Frederic Brill.
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Fraglich für die Partie am Mittwoch: KSV-Kapitän Frederic Brill ist angeschlagen.

Zwei Spiele stehen in diesem vorentscheidenden April noch aus. Vorentscheidend – das hatte Tobias Damm, Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel, gesagt.

Kassel – Weil die Löwen in diesem Monat fünf Partien hatten, vier gegen Mannschaften, die ebenfalls im Abstiegskampf stecken. Der Gegner morgen ab 17 Uhr im Auestadion, der Bahlinger SC, gehört mittlerweile nicht mehr zu den Abstiegskandidaten.

Das Team um die Ex-Löwen Shqipon Bektashi und Hasan Pepic hat sich bis auf Rang sieben vorgeschoben – und das zuletzt auf ganz ungewohnte Weise. Ein Blick auf den Gegner des KSV und auf die Liga:

Der Gegner

Wenn der Bahlinger SC zu Gast ist, dann kommt in gewisser Weise der Zirkus in die Stadt. Am Kaiserstuhl ist das Spektakel zu Hause. Da sind Tore fast immer garantiert. Das beweist auch ein Blick aufs Hinspiel. Am 31. Oktober des vergangenen Jahres entschied Pepic das Duell mit einem Elfmeter in der 89. Minute. Das Ergebnis: 4:5 aus Sicht der Löwen. In 14 Spielen der Baden-Württemberger fielen vier oder mehr Tore.

Da ist es schon beinahe überraschend, dass die Bahlinger von den vergangenen fünf Spielen zwei 1:0 gewannen, einmal 1:1 spielten und einmal 0:1 verloren. „Sie haben viel Tiefe im Spiel. Es ist häufig ein Offensivspektakel. Deswegen werden wir den Fokus auch auf die Defensivarbeit legen. Im Hinspiel waren wir zu häufig zu weit weg“, sagt Trainer Damm.

Bei der Defensivarbeit fehlen wird aller Voraussicht aber Kapitän Frederic Brill, der nach seiner Beckenprellung aus dem Mainz-Spiel immer noch starke Schmerzen hat. Auch Tim Brandner fällt aus. Bei Basti Schmeer könnte es für die Bank reichen. Und offensiv, da ist gegen Bahlingen dann definitiv auch etwas drin. Von den ersten neun Teams haben nur die Südbadener ein negatives Torverhältnis – und mit 56 Gegentreffern ebenso viele wie der KSV. Der Sportclub hat allerdings fünf Tore mehr erzielt. Das reicht, um zehn Punkte mehr auf dem Konto zu haben.

Die Liga

Das Feld derer, die sich gegen den Abstieg stemmen müssen, scheint sich am Wochenende um zwei Klubs reduziert zu haben. Neben der Mainzer Reserve mit dem Erfolg gegen den KSV machte auch RW Koblenz einen wichtigen Schritt aus dem Keller. Das Überraschungsteam unterstrich seinen Ruf mit dem 2:1 beim FSV Frankfurt. Das Duo hat bei 44 Zählern nun neun Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Hoffenheim II, 35).

Dafür schrillen die Alarmglocken bei der SG Großaspach immer lauter. Nach dem desaströsen 1:4 gegen Schott Mainz schrieb die „Marbacher Zeitung“ von einem „sportlichen Offenbarungseid“. Trainer Walter Thomae fand „keine Erklärung“ für den Auftritt. Dem Drittliga-Absteiger droht mehr denn je, in die Fünftklassigkeit durchgereicht zu werden. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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