KSV Hessen unterliegt Hannover 96 mit 0:2

Rund um den DFB-Pokal: Kreislauf und kein Flutlicht

Kassel. Ein Stolperer, ein Aussetzer beim Flutlicht und Kreislaufprobleme: Was rund ums DFB-Pokalspiel am Sonntag geschah, als der KSV Hessen auf Hannover 96 traf - und 0:2 verlor.

Eigentlich hatte alles mit einem schlechten Omen für Hannover begonnen. Als nämlich der Japaner der 96er, Hiroki Sakai, vom Aufwärmen zurückkommt, übersieht er den Türabsatz vor dem Eingang zu den Kabinen, stolpert und gerät kurz aus dem Gleichgewicht. Er fällt aber nicht. Und auch die Niedersachsen fallen an diesem Abend nicht über den Regionalligisten aus Nordhessen, sondern erreichen die zweite Runde des DFB-Pokals.

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Dabei war alles für eine Sensation bereitet. Sogar der zurückgetretene Hannoveraner Manager Dirk Dufner, dessen Vertrag noch bis Ende August läuft, weilte entgegen aller Spekulationen im Auestadion und ist schon vor dem Spiel gefragter Interviewpartner. Auch 96-Präsident Martin Kind sitzt später auf der Haupttribüne und sieht zunächst einen KSV, der den Gästen das Leben schwer macht. Viel Druck kommt über die Außenpositionen, wo besonders Sergej Schmik wirbelt.

Das Tor macht dann aber Hannover – aus heiterem Himmel. Nicht nur KSV-Torwart Kevin Rauhut ist die Nervosität spätestens jetzt deutlich anzusehen. Das was hier passiert, ist weit entfernt vom Alltag. Und trotzdem besitzen die Löwen die besseren und größeren Chancen – etwa mit Sylvano Comvalius, der viele Kopfballduelle gewinnt oder mit Shqipon Bektashi, dessen Schnelligkeit Hannover nicht immer auf der Rechnung hat.

Dann ist Halbzeit. Die Durchsage, dass der Sanitätsdienst gut zu tun habe, und die Zuschauer mehr trinken sollten, verwundert an diesem hochsommerlichen Abend nicht. Vor allem in der Nordkurve, aber nicht nur dort, haben einige Zuschauer Probleme mit dem Kreislauf.

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Der KSV Hessen geht dann auch in der zweiten Halbzeit engagiert zu Werke. Die Innenverteidiger Tim Welker und Nico Perrey bekommen immer wieder mindestens eine Fußspitze dazwischen, auch Kevin Rauhut wächst mehrmals über sich hinaus. Doch vorn will der Ausgleich einfach nicht fallen. Stattdessen fällt etwas anderes – und zwar aus. Das Flutlicht. In der 68. Minute wird es dunkler im Auestadion, und die Kameraleute, die live für Sky übertragen, wagen einen kritischen Blick in Richtung Himmel.

Am Ende können sie sich beruhigen. Es gibt keine Verlängerung. Es gibt kein Elfmeterschießen. Und das Flutlicht ist auch wieder an. Es erleuchtet auf dem Rasen aber keine feiernden Löwen-Spieler, sondern erleichterte Hannoveraner, die sogar noch das 2:0 erzielen. Und eines steht fest: Hiroki Sakai wird in jedem Fall etwas vorsichtiger in die Kabine gegangen sein.

So war die Pressekonferenz

Video: Wenn im Auestadion die Aufstellung verlesen wird

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Volles Haus... Da kann man schon einmal eine Gänsehaut kriegen, wenn die Aufstellungen verlesen werden :) #dfbpokal

Posted by KSV Hessen Kassel News on Sonntag, 9. August 2015

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