1. Startseite
  2. Sport
  3. KSV Hessen Kassel

Die Löwen finden sich wieder: 5 Gründe, warum der KSV Hessen am Sonntag endlich auch auswärts gewinnt

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Die Spieler des KSV Hessen bilden einen Kreis und schwören sich ein.
Vor der Partie gegen Steinbach: Die Spieler des KSV Hessen bilden einen Kreis und schwören sich ein. © Dieter Schachtschneider

Am vergangenen Wochenende hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel den zweiten Saisonsieg eingefahren. Gegen den TSV Steinbach zeigten die Löwen im Auestadion die beste Leistung der bisherige Spielzeit.

Kassel – Dennoch: Der KSV steht immer noch auf dem vorletzten Tabellenplatz, braucht weiter Punkte, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu finden. Auffällig: Acht der neun Zähler holten die Löwen zuhause, auswärts punkteten sie nur beim 0:0 gegen Astoria Walldorf. Wir haben fünf Gründe zusammengestellt: Deshalb klappt es am Sonntag bei Mainz 05 II mit dem ersten Auswärtssieg.

1. Der Sieg gegen Steinbach war kein Zufallsprodukt. Abgesehen davon, dass der TSV Steinbach ein Lieblingsgegner des KSV in der Liga ist – die Löwen haben in diesem Wettbewerb noch nie gegen die Mittelhessen verloren – bestätigte das Team von Trainer Tobias Damm gegen den Tabellenzweiten eine Tendenz, die seit dem siebten Spieltag zu sehen ist. Mit der Ausnahme des 0:3 gegen Fulda/Lehnerz zeigt sich der KSV in der Defensive gefestigter und deutet wieder mehr und mehr die Leistungen der Vorsaison an. Das bedeutet auch: Das Team findet sich wieder, hat die Unsicherheit der ersten Wochen abgelegt und befreit sich aus der Abwärtsspirale der Negativerlebnisse.

2. Die Defensive steht nun wieder sicher. Das Prunkstück der Vorsaison war der Schwachpunkt der ersten Wochen. Aber: Kassierte der KSV an den ersten acht Spieltagen noch 18 Gegentreffer, waren es in den vergangenen fünf Ligaspielen nur drei, dreimal blieben die Löwen komplett ohne Gegentor. Viermal zu Null bei 13 Auftritten ist ohnehin eine ordentliche Bilanz. Seit alle Verteidiger wieder fit sind, stabilisiert sich auch die Abwehr. Hendrik Starostzik ist als Lautsprecher ungemein wichtig. Zusammen mit Kevin Nennhuber und Maurice Springfeld hat der KSV eine qualitativ überdurchschnittliche Dreierreihe. Neu-Torhüter Marlon Sündermann blieb zudem in seinem ersten Spiel gleich ohne Gegentreffer. Das wird nicht nur ihm selbst Auftrieb geben.

3. Auch Mainz II lag den Löwen zuletzt. Nach dem Tabellenzweiten tritt der KSV nun gegen den Dritten an. Die Bilanz gegen die Reserve von Mainz ist ausgeglichen: drei Siege, vier Remis, drei Niederlagen. Doch zuletzt gewannen die Löwen zweimal gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten. Ohnehin zeigte der KSV gegen alle Spitzenmannschaften bislang gute Leistungen – eine Qualität, die aus den Vorjahren bekannt ist.

4. Mainz II im Oktober liegt den Löwen erst Recht. Kuriose Randnotiz zu diesem Spiel: Bis auf eine Ausnahme haben die Hinspiele zwischen dem KSV und Mainz II immer im Oktober stattgefunden, alle Rückspiele im April. Im Oktober hat der KSV nur einmal gegen die Mainzer verloren – beim 3:4 im Oktober 2017. Damals trafen Sascha Korb, Lucas Albrecht und Sebastian Szimayer.

5. Die personelle Situation ist entspannt. Trainer Damm konnte sich in dieser Woche mit 22 Feldspielern auf die Partie im Mainzer Bruchwegstadion vorbereiten. Jascha Döringer ist fraglich, hat noch Probleme mit der Muskulatur in der Wade. Silas Hagemann ist krank und fällt aus. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare