Was ist denn da los?

KSV Hessen: Die Sache mit Alexander Mißbach und den Füßen

(von links) Kevin Nennhuber, Tim Brandner und Alexander Mißbach.
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Ein Bild aus dem März 2020: (von links) Kevin Nennhuber, Tim Brandner und Alexander Mißbach. Archivfoto: Christian Hedler

Schwer zu sagen, was Alexander Mißbach jetzt eigentlich ist. Ein Neuzugang? Ein Rückkehrer? Einer, der seinen Vertrag verlängert hat?

Kassel – Irgendwas zwischen den letzten beiden Optionen wohl. Der 28 Jahre alte Verteidiger wurde Anfang Juni eigentlich beim Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel verabschiedet. Die Wege sollten oder mussten sich nach zwei Jahren trennen.

Mit allen anderen Spielern, die die Löwen in diesem Sommer verlassen – zum Beispiel auch Mahir Saglik, der derzeit zum Probetraining bei Drittligist SC Verl zu Gast ist und zuletzt im Testspiel gegen seinen Ex-Klub Paderborn eine Halbzeit zum Einsatz kam – wurde er verabschiedet. Ein gerahmtes Trikot. Fotos. Dankeschön. Auf Wiedersehen.

Das Wiedersehen kam bei Mißbach dann aber schneller als gedacht. Zwei Wochen nach dem Saisonende verkündete der KSV nämlich am Dienstag, dass der Abwehrspieler einen neuen Vertrag bekommt. Was ist denn da los?

Trainer Tobias Damm findet Mißbachs Rückkehr sehr erfreulich. „Schön, dass das doch noch geklappt hat. Ich habe im Winter schon gesagt, dass sportlich bei ihm alles passt. Er hat eine top Einstellung, was Fußball betrifft“, sagt er. Aber wieso dann dieses Hin und Her. Da kommt das Geld ins Spiel.

Mißbach soll im vergangenen Jahr einer der bestverdienenden Fußballer bei den Löwen gewesen sein. Er unterschrieb seinen Vertrag 2019, kam damals vom TSV Steinbach. Gerüchten zufolge soll es zeitweise eine Einsatzsperre in der vergangenen Saison gegeben haben, weil sich sein Vertrag ab einer bestimmten Zahl von Spielen automatisch verlängert hätte. Bei Verlängerungsgesprächen früher im Jahr war dann keine Einigung erzielt worden. Mißbach verabschiedete sich.

Nun ist die Situation aber so, dass der 28-Jährige noch keinen neuen Verein hatte, er sich laut Damm in Kassel ohnehin sehr wohl fühlt, die finanzielle Lage des Klubs sich ein wenig entspannt hat, etwas mehr Planungssicherheit da ist und Mißbach selbst wohl auch beruflich eine Perspektive in Nordhessen hat. Passt also alles, der Verteidiger bleibt. Weil mit Kevin Nennhuber und Tim Brandner zwei Defensivspieler aber noch länger ausfallen und auch Luis Allmeroth die Löwen verlassen hat, drückt der Schuh immer noch.

Der Spezialschuh. Denn den tragen Nennhuber und Brandner gerade. Beide mussten nach Fußbruch im vergangenen Jahr erneut operiert werden, da die Verletzung wieder Probleme machte. Beide werden erst zum August im Training zurückerwartet, werden frühestens im September spielen können. Mißbach war 2020 der Dritte, der sich zeitgleich einen Bruch im Fuß zugezogen hatte. Er blieb aber fit. Und soll das bleiben. Für den KSV. (Maximilian Bülau)

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