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Auffälligkeiten der Fußball-Regionalligen: Die Spatzen fliegen am höchsten

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Von: Maximilian Bülau, Frank Ziemke

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(von links) Bastian Allgeier, Lukas Ahrend und Johannes Reichert.
West, Südwest, Nordost: (von links) Der Ex-Kasseler Adrian Bravo Sanchez im Trikot des SV Rödinghausen, die Ulmer Bastian Allgeier, Lukas Ahrend und Johannes Reichert sowie Abu Njie, Trainer von Tennis Borussia Berlin. © Imago/Fussball-News Saarland

In den Fußball-Regionalligen sind bereits mehr als die Hälfte aller Partien der Hinrunde absolviert. Während Ulm marschiert, wird im Westen ein Spiel abgebrochen.

Kassel – Noch gar nicht gut unterwegs ist ein Berliner Klub im Nordosten.

Souveräne Ulmer

Seit dem Wochenende ist endgültig klar: Der Weg zum Aufstieg und zur Meisterschaft in der Südwest-Staffel führt in dieser Saison nur über den SSV Ulm. Nach zuvor zwei Unentschieden in Aalen und in Balingen schienen die Spatzen vor dem Topspiel beim Tabellenzweiten Homburg etwas zu schwächeln. Das Duell wurde dann aber sehr einseitig. Vor 3000 Zuschauern führten die Gäste schon zur Pause 3:0, am Ende siegten sie 4:1 und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf die Gastgeber sowie Steinbach. Am Samstag (14 Uhr) muss der KSV Hessen Kassel in Ulm antreten. Auch wenn gerade der erste Saisonsieg beim 2:0 gegen Stuttgart II gelang – dass die Löwen den Gastgebern die erste Saisonniederlage beibringen, wäre schon ein kleines Wunder.

Eklat am Tivoli

In der West-Gruppe wurde der Spieltag am Wochenende überschattet von einem Spielabbruch in Aachen. 6900 Zuschauer sahen das Spiel der Alemannia gegen die U23 des Bundesligisten Mönchengladbach. In der 86. Minute – die Gäste führten 1:0 – wurde ein Linienrichter von einem Becher am Kopf getroffen. Schiedsrichter Jörn Schäfer aus Iserlohn brach das Spiel ab. Der Klub sprach in einer Stellungnahme von geschädigtem Ansehen des Vereins. Das mache „traurig und fassungslos“. Die Aachener konnten aber zumindest vermelden, dass der Täter bereits festgestellt worden sei. Er saß im Familienblock.

Schalke rückt näher

Sportliches gab es in der Westgruppe auch. Die zweite Mannschaft von Schalke 04 rückte durch ein ungefährdetes 4:1 in Wuppertal näher an das Spitzenduo heran. Der frühere Kasseler Moritz Flotho kam bei den Gelsenkirchenern nicht zum Einsatz. Der 20-Jährige fehlte wegen einer Sehnenverletzung, war am Samstag aber dabei, als die Löwen im Auestadion gegen Stuttgart gewannen. Spitzenreiter Münster und der Tabellenzweite Rödinghausen ließen Punkte, kamen beide nicht über Unentschieden hinaus. Die Preußen trennte sich vom starken Aufsteiger Kaan-Marienborn vor 6600 Zuschauern 1:1. Ebenfalls nur zu einem 1:1 kam Rödinghausen in Ahlen. Der Kasseler Adrian Bravo Sanchez spielte dabei 90 Minuten durch. Der Ausgleich für sein Team fiel erst in der Nachspielzeit.

Wartende Berliner

Seit der KSV Hessen am vergangenen Wochenende den ersten Saisonsieg gegen die Reserve des VfB Stuttgart eingefahren hat, gibt es nur noch zwei Regionalligisten aus allen fünf Staffeln, die sieglos sind. Beide kommen aus dem Nordosten. Während Germania Halberstadt mit einem Zähler auf dem vorletzten Platz steht, trägt das punktgleiche Team von Tennis Borussia Berlin mit ebenfalls einem Zähler und dem schlechteren Torverhältnis den ungeliebten Titel: derzeit schlechtester Fünftligist. Am kommenden Samstag treffen beide Teams direkt aufeinander – und es könnte nur noch eine sieglose Mannschaft geben. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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