Mehr als 50 Zuschauer dabei

Vor Ort beim Trainingsauftakt beim KSV Hessen: Die verflixte 17

(von links) Maurice Springfeld, Paul Stegmann, Jascha Döringer, Tobias Damm, Moritz Schunke, Hendrik Starostzik und Steven Rakk.
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Die Neuen sind da: KSV-Trainer Tobias Damm (Mitte) mit den sechs Neuzugängen der Löwen (von links) Maurice Springfeld, Paul Stegmann, Jascha Döringer, Moritz Schunke, Hendrik Starostzik und Steven Rakk.

Als Erstes kommen Zunker und Zornio aus der Kabine. In der Nachnamen-Liste am Schluss zu finden, sind es Torhüter Maximilian Zunker und Außenbahnspieler Leonardo Zornio, die als Erste ihre Fußballschuhe schnüren und sich nach vier Wochen Pause auf den Weg Richtung Rasen machen.

Kassel – Die anderen folgen, dann kommt auch Trainer Tobias Damm. Empfangen werden alle von mehr als 50 Fans, die sich Samstagmittag am Trainingsplatz des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel eingefunden haben. Alles ist ein bisschen größer als in den vergangenen Jahren. Bierpilz, Bratwurst, Musik – und Zuschauer zum Beginn der Vorbereitung. Ein Hauch von Profiatmosphäre. Wir sind vor Ort.

Die Zahl 17

17 Feldspieler und drei Torhüter hat Damm zur Verfügung. Und das bringt ihn zum Schmunzeln. „Ungerade Zahlen sind fürs Training ja nicht so optimal“, sagt er. „Da muss man Über- und Unterzahl spielen. Allerdings hat der DFB gerade erst empfohlen, so zu trainieren“, fügt der 37-Jährige an. Was ihn zum Schmunzeln bringt, ist allerdings ein anderer Fakt. „17 Feldspieler – das ist bei uns auch in der vergangenen Saison häufig so gewesen. Irgendwie waren wir immer 17. Wenn ich zum Training gekommen bin und Sebastian Busch gefragt habe, wie viele wir sind, war die Antwort häufig 17.“

Die Neuzugänge sind alle dabei. Auch Maurice Springfeld, der erst am Freitag dazugestoßen ist. Sechs haben bislang unterschrieben. Neben Springfeld sind das Hendrik Starostzik, Jascha Döringer, Rückkehrer Steven Rakk. Paul Stegmann und Moritz Schunke. Moritz Flotho und Mate Mustapic, die aus der A-Jugend zur ersten Mannschaft aufrücken, dürfen nach dem Aufstieg in die Bundesliga noch den Urlaub genießen. Malte Suntrup ist bereits dabei.

Ansonsten fehlen nur die Verletzten Marco Dawid, Tim Brandner und Kevin Nennhuber auf dem Feld. Während Dawid nach einem Kreuzbandriss bereits wieder Runden dreht („Ich habe neue Schuhe, die musste ich einlaufen.“) und sich freut, dass er mal etwas anderes als das Laufband sieht, steht Brandner mit Krücken und Spezialschuh an seinem operierten Fuß an der Seite. Kevin Nennhuber, der ebenfalls noch einmal am Fuß operiert wurde, ist schon einen Schritt weiter und macht bereits Krafttraining. Bei Dawid wird eine Rückkehr auf den Platz noch zwei bis drei Monate dauern. Nennhuber könnte im September bereit sein, Brandner etwas später.

Die Ausnahme

Einer fehlt aber komplett: Alban Meha. Der Mittelfeldspieler will den Klub dem Vernehmen nach verlassen und auswandern, wohl nach Dubai. Der 35-Jährige hat aber noch ein Jahr Vertrag, dieser wurde noch nicht aufgelöst. Am Trainingsplatz ist Meha dennoch nicht. Sein Abschied scheint besiegelt, allerdings geht es in den Verhandlungen noch um die Ablöse, sollte sich Meha in seiner neuen Heimat auch einen neuen Verein suchen. Ansonsten ist Trainer Damm mit dem Fortschreiten der Kaderplanung zufrieden. „Die Lücke von Meha müssen wir schließen, am liebsten hätte ich noch zwei Angreifer. Aber defensiv sind wir sehr gut aufgestellt“, sagt er.

Der Termin

Zum Trainingsauftakt ist auch der komplette Vorstand vor Ort. Daniel Bettermann verkündet, dass der Dauerkartenverkauf heute beginnen wird. Bestellungen sind über der Webseite des Vereins, in der Geschäftsstelle sowie im Fan Point in Kassel möglich. Eine Dauerkarte für einen Stehplatz in der Nordkurve kostet 160 Euro (130 Euro ermäßigt, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt), auf der Haupttribüne 290 Euro (260 Euro ermäßigt, Kinder vier bis zwölf Jahre 150 Euro, bis vier Jahre kostenlose Schoßkarte). Bis die Corona-Einschränkungen aufgehoben werden, gibt es keine Platzgarantie. (Maximilian Bülau)

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