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Jahreshauptversammlung des KSV Hessen: „Dieses Minus ist nicht dramatisch“

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Von: Maximilian Bülau

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Jahreshauptversammlung des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel in Eppos Clubhaus:
Hier gibt es auch die grüne Karte: 117 Leute waren bei der Jahreshauptversammlung des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel in Eppos Clubhaus vor Ort, 75 davon waren stimmberechtigt. © Andreas Fischer

Es war alles ein bisschen anders als in den beiden Jahren zuvor. Normaler. Auch wenn Finanzvorstand Swen Meier später sagte: „Es ist nichts mehr normal. Erst Corona, dann der Krieg.“

Kassel – Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hielt seine Jahreshauptversammlung nach einer Online-Veranstaltung und einer im Auestadion an der frischen Luft – jeweils wegen der Pandemie – wieder in Eppos Clubhaus ab. 117 Leute waren dabei, 75 davon stimmberechtigt. Die wichtigsten Informationen.

Die Finanzen

Dieses Thema ist nicht erst seit der Insolvenz eines der wichtigsten einer jeden Jahreshauptversammlung. Seit Meier den Bereich bei den Löwen übernommen hat, sind es die Mitglieder gewohnt, einen transparenten Einblick zu erhalten. Und sie wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht. Auch wenn die Zahlen derzeit rot sind.

Der KSV hat in der vergangenen Saison ein Minus von rund 100 000 Euro gemacht, in der Etatplanung hatte der Aufsichtsrat eine Unterdeckung von 85 000 Euro genehmigt. Dass es noch 15 000 Euro mehr geworden sind, liegt laut Meier an der erfolgreichen vergangenen Saison. So kamen 58 000 Euro an nicht eingeplanten Punktprämien für die Spieler hinzu. Zudem habe die A-Jugend in der Bundesliga den Verein 30 000 Euro gekostet. „Dieses Minus ist aber nicht dramatisch, da wir in den Jahren zuvor Gewinne erwirtschaftet haben“, ordnete Meier ein. Der KSV hatte mit Beginn dieser Spielzeit noch 145 000 Euro an Rücklagen. Insgesamt hat der Klub einen Umsatz von 1,515 Millionen Euro in den Büchern stehen – bei Ausgaben von 1,615 Millionen Euro. Der größte Ausgabenfaktor sind Gehälter und Spielbetrieb der ersten Mannschaft mit rund 995 000 Euro.

Für die aktuelle Saison hat der Aufsichtsrat eine Unterdeckung von 150 000 Euro genehmigt. Da die Sponsoringeinnahmen aber höher als geplant seien, zudem im Gegensatz zum Vorjahr die Zuschauerkalkulation konservativer ausgefallen sei, könne man Stand jetzt absehen, dass das Minus geringer ausfalle, so Meier. Erstmals seit der Insolvenz stand am Ende eines Jahres keine schwarze Zahl unter der Rechnung von Ausgaben und Einnahmen.

Marketingvorstand Daniel Bettermann hatte gute Nachrichten dabei. Trotz der schwierigen Situation hat der Verein zehn neue Partner hinzugewonnen. So steigerten sich dank der Neuakquise die Sponsoringeinnahmen um 77 000 Euro.

Das Sportliche

Weil Trainer Tobias Damm wegen des Trainerlehrgangs nicht vor Ort sein konnte, übernahm Vorstandschef Jens Rose seinen Part, auf das Sportliche bei den Löwen zu blicken. Wegen des „maximalen Erfolgs“ in der Vorsaison sei das Budget für die erste Mannschaft um 15 Prozent angehoben worden, sagte er. Wegen der sportlich aktuell brenzligen Situation stellte Rose aber Wintertransfers in Aussicht. „Es ist wichtig, die Klasse zu halten. Die anderen werden auch was tun“, sagte er. Die eine oder andere Verstärkung sei nötig und soll bestenfalls bereits zum 1. Januar 2023 feststehen, um Zeit zu haben, sich mit der Mannschaft einzuspielen und zu integrieren. Auch der Posten des Sportlichen Leiters soll auf Sicht wieder besetzt werden. (Maximilian Bülau)

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