Dirk Lassen zum KSV: „Werden keinen Harakiri machen“

Im Gespräch: KSV-Trainer Matthias Mink und Vorstand Dirk Lassen. Foto: Hedler

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel bestreitet am Donnerstag sein Punktspiel beim Tabellenzweiten SV Elversberg. Doch: Wie geht es fernab des Platzes weiter?

Ein Gespräch mit Dirk Lassen, dem Finanzvorstand der Löwen.

Herr Lassen, wie würden Sie die aktuelle Lage des KSV Hessen nach dem turbulenten Wochenende beschreiben? 

Die Partie im Stadion an der Kaiserlinde wird um 19 Uhr angepfiffen.

Lassen: Leider gehört Hans-Jochem Weikert aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dem Vorstand an. Das ist schade. Was die Sache mit Hauptsponsor VW anbelangt, so muss ich sagen: Ich hatte es viel, viel, viel schlimmer erwartet. Ich bin angenehm überrascht über die Großzügigkeit von VW.

Trotzdem: VW wird in der kommenden Saison nur 280.000 statt 350.000 Euro zur Verfügung stellen und sich danach komplett zurückziehen. Ist das der Anfang vom Ende? 

Lassen: Nein. Wir haben jetzt eineinhalb Jahre Zeit, uns einen neuen Hauptsponsor zu suchen oder in die Dritte Liga aufzusteigen, was uns allen am liebsten wäre. Beides ist nicht unmöglich. Kurzfristig müssen wir noch 70.000 Euro beschaffen, um die Reduzierung des Sponsorings von VW auszugleichen. Schließlich stehen jetzt Vertragsverlängerungen und Neuverpflichtungen an.

Vor dem Hintergrund des Abzuges auf Raten von VW: Was bedeutet das für die Ausrichtung des Vereins: Geht der KSV Hessen volles Risiko, um die Wahrscheinlichkeit des Aufstiegs zu erhöhen? 

Lassen: Wir werden keinen Harakiri machen, sondern das, was möglich ist. Schließlich müssen wir berücksichtigen, dass nach aktuellem Stand drei vermeintlich starke Mannschaften aus der Dritten Liga in unsere Regionalliga absteigen. Da wäre es grob fahrlässig, wenn wir versuchen würden, massiv finanziell dagegen anzustinken.

Das heißt also, Sie gehen den aktuellen Weg mit Trainer Matthias Mink und einer leicht veränderten Mannschaft weiter - in der Hoffnung, dass es Stück für Stück bergauf geht? 

Lassen: Das ist das Ziel, ja. Man sieht schon eine spielerische Verbesserung, auch wenn die - wie bei allem im Leben - stärker ausgeprägt sein könnte. Was Trainer Matthias Mink angeht: Wir sind in Verhandlungen, und generell besteht Übereinstimmung, dass wir weiter zusammenarbeiten.

Das komplette Interview gibt es in der Donnerstagsausgabe der HNA.

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