Löwen: Diskussion um Dickhaut neu entbrannt

Karlsruhe. War das 0:0 bei der Reserve des Karlsruher SC das Ende der Ära Dickhaut als Trainer der Löwen? Fakt ist, dass sich die Beurteilung des KSV-Geschäftsführers Giuseppe Lepore alles andere als gut anhörte für den Coach: "Wir bewerten die aktuelle Situation aufs Neue. Klar ist: Wir können nicht zufrieden sein."

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Dann fuhr er mit dem Mannschaftsbus zurück nach Kassel. Schon zur Halbzeit hatte er sich über die Leistung der Spieler erschrocken gezeigt.

Mirko Dickhaut indes sagte nach dem Spiel, dass man als Trainer immer mit allem rechnen müsse. Auch er war sichtlich enttäuscht über das, was seine Elf vor allem in der ersten Halbzeit geboten hatte. Er sah einen "fast mutlosen Auftritt" seiner Akteure - "als ob sie nicht an sich geglaubt hätten".

Dabei hatte Dickhaut in der Kabine zuvor noch einen anderen Eindruck. Doch dann kam alles anders auf dem Feld. Kein Siegeswille, keine Abstimmung, kein gar nichts. Was nun?

Dickhaut, der vor zwei Wochen schon einmal fast entlassen war, gibt Durchhalteparolen aus: "Verzweifeln wäre falsch!" "Am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers an die fast makellose Heimbilanz anknüpfen." Und hoffen, dass es doch noch irgendwie klappt mit der Dritten Liga. Nur ist die Frage, ob er noch die Chance erhält, die Wende einzuleiten.

Die Spieler dagegen sahen den Punktgewinn in Karlsruhe nicht nur negativ. Ken Asaeda sagte: "Nach wie vor ist alles drin." Und René Ochs erklärte: "Ob das 0:0 zu wenig ist, wird sich am Ende zeigen."

Nur: Warum hat es gegen Karlsruhe nicht zu mehr gereicht als zu einem Zähler? "Ich weiß es nicht", sagte Mentor Latifi. Ochs stellte fest: "In der ersten Halbzeit hat der Biss gefehlt." Asaeda sagte: "Die letzte Konsequenz war nicht da." Und das, obwohl der KSV Tabellenführer ist. Obwohl er noch Chancen hat auf den Aufstieg in die Dritte Liga.

Wie und ob es mit Dickhaut nun weitergeht, werden die nächsten Tage, vielleicht auch nur Stunden zeigen. Denn eines ist klar: Am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers wird es mit einer Leistung wie gegen Karlsruhe nichts mit einem Punktgewinn gegen den zuletzt so erfolgreichen Kontrahenten im Kampf um den Aufstieg.

Die Trainerdiskussion ist auf jeden Fall neu entbrannt: Eine Alternative zu Dickhaut wäre Ex-Trainer Matthias Hamann. Der in Kassel lebende 43-Jährige stünde nach Informationenen unserer Zeitung bereit und könnte kurzfristig einspringen.

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