Ein Punkt beim Döringer-Debüt

2:2 - KSV Hessen erkämpft sich Remis beim TSV Steinbach

Erzielte das 2:2: Jascha Döringer (links). Rechts: Steinbachs Christian März.
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Erzielte das 2:2: Jascha Döringer (links). Rechts: Steinbachs Christian März.

Es muss kein frostiger Dezember werden für den KSV Hessen Kassel. Zumindest nicht, wenn er so auftritt wie am Freitagabend beim TSV Steinbach. Nach drei Niederlagen erkämpften sich die Löwen im Schnee einen letztlich verdienten Punkt in der Fußball-Regionalliga Südwest.

Haiger - Beim 2:2 (1:2) gingen sie zunächst in Führung, lagen dann zurück und kamen durch einen Debüttreffer zum Punktgewinn. Die Aufstellung, für die sich KSV-Trainer Tobias Damm entschieden hatte, hielt einige Überraschungen bereit. So saß Mike Feigenspan nur auf der Bank. Auch Moritz Flotho und Jon Mogge schauten zunächst zu. Vorn begann Marcel Fischer. Und hinten im Tor stand nicht Nicolas Gröteke, der gerade erst vom Kicker in die Elf der Hinrunde der Regionalliga Südwest gewählt wurde, sondern Maximilian Zunker. Gröteke war allerdings auch nicht auf der Bank zu finden. Der 20-Jährige hat sich eine Meniskusverletzung zugezogen, wird länger fehlen.

Es waren fünf Minuten, in denen die Löwen kleinere Probleme mit den hoch pressenden Gastgebern hatten. Bereits in der zweiten Minute drang David Nieland von links in den Strafraum ein und prüfte Zunker mit einem flachen Schuss. Der parierte sicher. Und jubelte wenig später. Kapitän Frederic Brill flankte aus dem Halbfeld, Benjamin Kirchhoff verschätzte sich, Daniele Vesco war frei vor Eike Bansen und blieb – passend zum Wetter – eiskalt. 1:0 für die Löwen (7.). Die waren in der Folge hellwach in den Zweikämpfen, entnervten die Gastgeber. Steinbach war aus dem Konzept. Was auch daran lag, dass Sasa Strujics Treffer nach einem Freistoß nicht gegeben wurde, weil er im Abseits stand (12.). Die Tormusik verstummte schnell.

Die Löwen hatten nach einer Ecke die große Möglichkeit, sogar auf 2:0 zu erhöhen. Brian Schwechel verlängerte auf den zweiten Pfosten, Hendrik Starostzik schob den Ball knapp vorbei. In der 34. Minute war das. Und im direkten Gegenstoß passierte Folgendes: Flanke Strujic, Grätsche Dennis Chessa, 1:1 (35.). Das kam aus dem Nichts in dieser Phase der Partie. Nach einem weiteren Freistoß der nächste Nackenschlag: Fischer lenkte den Ball per Kopf gegen den Pfosten, von wo er ins eigene Tor sprang. Innerhalb weniger Minuten hatte der KSV ein gutes Auswärtsspiel aus der Hand gegeben.

Es blieb auch in der zweiten Hälfte ein temporeiches, kein abwartendes Spiel. Und es war intensiv. Schiedsrichter Niclas Zemke hatte das eine oder andere Mal die Gelbe Karte etwas zu locker in der Tasche. Das nächste Ass im Ärmel hatte aber der KSV.

In der 61. Minute zog Serkan Durna aus 18 Metern ab und zwang Bansen zu einer Glanzparade. Doch der Ball sprang zurück – und Jascha Döringer köpfte ihn zum Ausgleich ins Tor (61.). Endlich der erste Treffer für den KSV-Neuzugang. Und nun war alles wieder offen.

Was ging also noch? Chancen gab es auf beiden Seiten, keines der beiden Teams verteidigte den Punkt, beide wollten drei. Hier Vesco, da Chessa, es ging hin und her. Doch es blieb beim 2:2. Und dem Fakt: Gegen Steinbach hat der KSV in der Liga noch nie verloren. (Von Maximilian Bülau)

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