Drei Spiele für den KSV Hessen vor Weihnachten

Entscheidung gefallen: Regionalliga Südwest wird im Dezember fortgesetzt

(von links) Brian Schwechel (verdeckt), Adrian Bravo Sanchez, Nils Pichinot und Lukas Iksal.
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Spielen dürfen sie, jubeln auch? Die KSV-Spieler (von links) Brian Schwechel (verdeckt), Adrian Bravo Sanchez, Nils Pichinot und Lukas Iksal.

Das kommt dann doch überraschend: Am vergangenen Freitag hatten sich Vertreter der 22 Klubs sowie die Ligenleitung der Fußball-Regionalliga-Südwest in einer Videokonferenz zusammengefunden.

Kassel – Thema: Fortsetzung der Saison. Wer davon ausgegangen war, dass es dabei eher um die Frage ging, wie früh im Januar wieder gespielt werden könnte, der hatte sich getäuscht. Die Liga entschied, dass noch im Dezember drei Partien ausgetragen werden. Grundlage dafür ist die Entscheidung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, die Spielklasse nun doch dem Profisport zuzuordnen. Eine offizielle Bestätigung stand gestern noch aus, Vertreter des KSV Hessen Kassel bestätigten aber den Beschluss.

Für die Löwen bedeutet das nun, dass sie am 12. Dezember zuhause gegen Bayern Alzenau antreten werden. Am 15. Dezember steht wohl das Derby in Offenbach an, das eigentlich am 7. November hätte stattfinden sollen. Am 19. Dezember ist der KSV dann in Ulm zu Gast. Sollte eine dieser drei Partien ausfallen, ist für den 22. Dezember noch ein Nachholspieltag vorgesehen. Anschließend steht eine dreiwöchige Weihnachts- und Winterpause an. Um die ausgefallen Partien des vergangenen Monats nachzuholen, soll das neue Fußballjahr nun nicht erst am 30. Januar, sondern bereits am 9. Januar beginnen. Für den KSV geht es mit einem Heimspiel gegen Großaspach los. Es folgt eine weitere Partie im Auestadion gegen Hoffenheim II, dann ein Auswärtsspiel in einer Englischen Woche in Balingen und am 23. Januar ist Steinbach in Kassel zu Gast.

Sollte dieser Plan funktionieren, dann hätten die Klubs Ende Januar alle im November ausgefallenen Partien nachgeholt. Eine weitere Vorgabe ist nun, dass alle Spieler vor jeder Partie auf Corona getestet werden müssen. Dies soll über Schnelltests sichergestellt werden. Die Kosten dafür müssen derzeit noch die Vereine selbst tragen. Ein Test kostet etwa zehn Euro.

„Ich war überrascht, dass das noch möglich ist“, sagt KSV-Vorstand Jens Rose. „Wir unterstützen das, die Jungs freuen sich. Ich denke, dass die Liga Angst vor einem Desaster wie in der vergangenen Saison hat.“ Die Spielzeit wurde damals abgebrochen. In der Folge gab es keine Absteiger, was eine Liga mit 22 Teams nach sich zog . Eine Saison mit Absteigern wäre vor Gericht wohl gekippt worden.

Überrascht ist auch KSV-Trainer Tobias Damm. Und der 37-Jährige findet ziemlich deutliche Worte. „Als Sportler und Fußball-Liebhaber findet man es natürlich gut, dass jetzt wieder gespielt werden darf. Im Kampf gegen die Pandemie ist es aber ein absolut falsches Signal,“ sagt er. Damm merkt an, dass man so auch im November hätte spielen können, denn an der Grundlage habe sich nichts grundlegend verändert. „Der Lockdown besteht weiter, die Todeszahlen steigen – es hat sich eher verschlimmert“, sagt Damm.

Der Trainer stellt aber auch klar: „Es ist eine Entscheidung getroffen worden. Und das müssen wir akzeptieren. Aber Sorgen mache ich mir schon, das ist so.“ Der KSV steht nach einem anfänglichen Trainingsverbot mittlerweile seit drei Wochen wieder auf dem Platz. Die Hygienekonzepte werden für alle Mannschaften nun noch einmal verschärft. Und ganz nebenbei geht es dann auch noch um Punkte. (Maximilian Bülau)

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