Ein neuer Innenverteidiger

Eben noch Gegner, jetzt ein Löwe: Starostzik kommt aus Gießen zum KSV Hessen

(von links) Frederic Brill, Marco Boras und Hendrik Starostzik sowie Brian Schwechel.
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Da haben sie noch gegeneinander gespielt: (von links) KSV-Kapitän Frederic Brill, die Gießener Marco Boras und Hendrik Starostzik sowie Brian Schwechel im letzten Spiel der zurückliegenden Saison.

Nach vielen Abgängen hat der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel nun nach Steven Rakk den zweiten Neuzugang vermeldet, der nicht ein Perspektivspieler aus der U19 ist.

Kassel – Mit Hendrik Starostzik kommt ein erfahrener Innenverteidiger vom FC Gießen – und der Spieler, der in der vergangenen Saison für den letzten Gegentreffer verantwortlich war. Beim 1:3 in Mittelhessen am 12. Juni erzielte der 30-Jährige das 3:0.

Starostzik stammt aus Marburg, ist 1,90 Meter groß und spielte in der Jugend zum Schluss für den SC Paderborn. Weitere Stationen waren Wiedenbrück, Bochum II, Stuttgarter Kickers, Dynamo Dresden, Hallescher FC, Pacific FC (Kanada), Naestved BK (Dänemark) und eben der FC Gießen, dem er sich im Sommer des vergangenen Jahres anschloss. Die Gießener Allgemeine berichtete am Montag, dass der 30-Jährige seinen eigentlich noch bis 2022 gültigen Vertrag in Mittelhessen aufgelöst hat. Er habe sich nicht so ganz wohlgefühlt im Verein und deshalb den Schluss gefasst, gehen zu wollen, zitiert in die Zeitung. In Kassel erhält er einen Zweijahresvertrag, der für die Regionalliga gültig ist.

Starostzik, der Kapitän der Gießener war, absolvierte 30 Spiele in der vergangenen Saison, dabei erzielte er vier Tore. Für die Stuttgarter Kickers und den Halleschen FC stand er insgesamt 68 Mal in der 3. Liga auf dem Feld, in seinem Jahr bei Dresden wegen vieler Verletzungen nur viermal in der 2. Liga.

Nach den Abgängen der Verteidiger Robin Urban, Alexander Mißbach und Luis Allmeroth ist Trainer Tobias Damm erleichtert, dass nun ein Abwehrspieler dazukommt. „Ich bin sehr zufrieden mit dieser Verpflichtung. Es hat sich relativ kurzfristig ergeben. Nach der Nachricht, dass sein Vertrag in Gießen aufgelöst wird, haben wir Kontakt zu seinem Berater aufgenommen. Wir wussten, dass er einen neuen Verein sucht“, sagt er. Er kenne Starostzik zwar bislang nur als Gegenspieler, wisse aber, dass ein lautstarker, zweikampf- und kopfballstarker Spieler zu den Löwen stoßen wird, der auch Qualitäten im Aufbauspiel habe.

Starostzik wird in der kommenden Saison das Innenverteidiger-Duo mit Kevin Nennhuber bilden, der im Januar 2020 aus Gießen nach Kassel wechselte. Der 33-Jährige laboriert noch an einer Fußverletzung. Der im Februar 2020 gebrochene Mittelfußknochen macht wieder Probleme. Auch wenn beide Verteidiger vom selben Verein zu den Löwen kamen und kommen, kennen sie sich selbst nicht. Starostzik wechselte ein halbes Jahr nach Nennhubers Abgang zu Gießen.

Bis die Fans den Neuen das erste Mal auf dem Feld sehen werden, wird es natürlich noch dauern. Der KSV hat allerdings schon fast alle Testspiele für die Vorbereitung terminiert. Los geht es mit zwei Freundschaftsspielen gegen Teams aus der Region am 13. und 14. Juli, Gegner, Orte und Zeiten stehen noch nicht fest. Am 17. Juli treten die Löwen ab 14 Uhr in Wuppertal an, am 20. Juli ist ein weiteres Freundschaftsspiel gegen eine nordhessische Mannschaft in Kassel ab 18 Uhr geplant. Am 24. Juli ist die SG Barockstadt ab 14 Uhr zu Gast, am 31. Juli ebenfalls ab 14 Uhr Eintracht Hildesheim. Den Abschluss macht ein Auswärtsspiel am 7. August ab 12 Uhr bei Wiedenbrück. Bis dahin sollte der Kader komplett sein. (Maximilian Bülau)

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