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Tim Brandner beim KSV Hessen: Ein Jahr verletzt

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Von: Maximilian Bülau

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Tim Brandner.
Fällt weiter aus: Tim Brandner. © Dieter Schachtschneider

Der 9. März 2021 hat sich bei Tim Brandner eingebrannt. Es war ein Wochenspiel, ein Dienstag. Der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel trat beim TSV Schott Mainz an.

Kassel – Auf Kunstrasen. Aus einem eigentlich normalen Pressschlag wurde eine ewig lange Leidenszeit für den 31-Jährigen. Eine, die immer noch andauert.

„Es war ein langer Schritt Richtung Ball, der Gegenspieler hat den Ball auch getroffen. Weil wir auf Kunstrasen gespielt haben, stand mein Fuß bombenfest im Boden. Der Fuß konnte die Kraft nicht abfedern. Auf Rasen wäre das nicht passiert. Aber ich wusste sofort, dass das länger dauern wird“, erinnert sich Brandner. An derselben Stelle hatte er sich schon ein Jahr zuvor verletzt. Fersenbein gebrochen. Doch dieses Mal dachten die Ärzte zunächst, es sei nur eine Prellung, der Fuß war nicht dick. „Drei, vier Monate später wurde ich dann doch operiert“, berichtet Brandner. Doch auch heute hat er noch Schmerzen. Als Trainer Tobias Damm im Winter verkündete, dass der 31-Jährige in der Vorbereitung wieder dabei sei, war die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr groß. Doch mittlerweile ist diese wieder zusammengeschrumpft, dafür der Frust bei Brandner abermals gewachsen.

„Anderthalb Wochen war in der Vorbereitung alles gut, dann sind die Schmerzen zurückgekehrt“, sagt er. Er vermutet selbst, dass in seinem Fuß Knochen auf Knochen trifft, dass etwas mit dem Knorpel nicht stimmt, vielleicht auch seine Rheuma-Erkrankung eine Rolle spielt. Allein: Die Ärzte konnten ihm bislang nicht helfen. Versucht hat er alles, sagt er selbst. „Ich habe in diesem Jahr alles gemacht, was in meiner Macht steht. Ich habe selbst Geld in die Hand genommen, um zu Privatärzten zu gehen“, erzählt Brandner. Manchmal denke er nun, er hätte sich lieber das Kreuzband gerissen. Dann hätte er eine Sicherheit, was er machen könne, wie es weitergeht, dass er auf den Fußballplatz zurückkehren kann. „Vielleicht wollen die Ärzte mir auch einfach nicht sagen, dass das mit dem Fußball nichts mehr wird, weil sie wissen, dass ich diesen Sport so liebe. Auf jeden Fall haben sie gefühlt nicht mehr die richtige Idee“, sagt er.

Die Hoffnung aufgeben, will er dennoch nicht. Wie es im Sommer mit ihm beim KSV weitergehe, sei aber offen. Klar, für den Verein ist es nicht einfach, mit einem verletzten Spieler zu verlängern. Klar ist aber auch: Wenn Brandner fit war, gehörte er zum Stammpersonal. Sein Wunsch ist, dass er die Sommer-Vorbereitung wieder schmerzfrei absolvieren kann. Dafür holt er sich nun noch einmal den Rat bei einem weiteren Arzt ein.

Brandner will nicht mehr zu den Ausfällen gehören, die Damm vor den Spieltagen verkündet. Neben ihm gehören am Sonntag ab 14 Uhr in Koblenz auch Nicolas Gröteke, Leonardo Zornio und Ingmar Merle dazu. Merle hat sich gegen Ulm einen Meniskusriss zugezogen und wurde bereits operiert. Die Saison ist für ihn vorbei. (Maximilian Bülau)

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