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Wieder ein Ex-Profi für die Löwen: Sercan Sararer wechselt zum KSV Hessen Kassel

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Von: Maximilian Bülau

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Sercan Sararer (Mitte), Alexander Sorge (links) und Philip Türpitz.
So soll er bald auch für den KSV Hessen Kassel jubeln: Sercan Sararer (Mitte) freut sich hier über einen Treffer für Türkgücü München in der 3. Liga Anfang des Jahres. Neben ihm seine damaligen Mitspieler Alexander Sorge (links) und Philip Türpitz. © Imago/kolbert-press

Die Hängepartie ist vorbei: Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel verstärkt sich mit dem türkischen Offensivspieler Sercan Sararer.

Kassel – Der 33-Jährige stand bis zum Sommer beim damaligen Drittligisten Türkgücü München unter Vertrag, ist seitdem vereinslos. Sararer erhält bei den Löwen einen Vertrag bis 2026 – also über dreieinhalb Jahre. Mit seiner Familie lebte er zuletzt in München. Der in Nürnberg geborene Fußballer mit reichlich Profi-Erfahrung verlagert seinen Lebensmittelpunkt nun nach Nordhessen.

„Hessen Kassel bringt sehr viel Tradition mit. Die vorhandene Infrastruktur rund um das Auestadion hat mich sofort beeindruckt. Was hier noch fehlt, ist die positive sportliche Welle nach oben. Damit es sportlich aufwärtsgeht, werde ich meinen Anteil dazu beitragen“, wird der Neuzugang in der Pressemitteilung des Vereins zitiert. „Ich bin davon überzeugt, dass ich mit meiner Erfahrung aus dem Profifußball meiner neuen Mannschaft sofort weiterhelfen werde, damit wir diese Saison bestmöglich auf einem sicheren Mittelfeldplatz abschließen und so schnell wie möglich da unten rauskommen“, heißt es weiter. Dann wolle er dem Klub dabei behilflich sein, Schritt für Schritt professionellere Strukturen aufzubauen, erklärt Sararer.

Trainer Tobias Damm freut sich über seine neue Option in der Offensive. „Seine Verpflichtung ist gut, weil er uns von der Qualität enorm weiterbringen wird. Ich habe mich persönlich bei einigen Leuten informiert, er passt sehr gut bei uns rein.“ Damm verspricht sich vom zwölfmaligen türkischen Nationalspieler, dass dieser den Ball auch mal über längere Zeit hält, damit der Rest des Teams nachrücken kann. „Er ist abschlussstark, erkennt Räume und spielt die Schnittstellenpässe“, sagt er.

Wie diese Zeitung bereits berichtete, wird der Transfer über Sponsoren finanziert. Bei der Mitgliederversammlung Ende November hatten die Verantwortlichen ein 15 000 Euro höheres Minus verkündet, als es in der Etatplanung vorgesehen war.

Sararer, der in seiner Karriere 35 Einsätze (ein Tor, eine Vorlage) in der Bundesliga, 129 (23 Tore, 30 Vorlagen) in der zweiten und 69 (13 Tore, 18 Vorlagen) in der dritten Liga vorzuweisen hat und zudem in zwölf DFB-Pokalspielen auf sechs Treffer kommt, hat laut Damm zuletzt mit einem Personal Trainer gearbeitet. „Optisch sieht er fit aus, ihm fehlt halt das Fußballtraining. Aber dafür ist die Vorbereitung da“, sagt der 39-Jährige. Der Kontakt zum Fußballer, dessen Marktwert auf 200 000 Euro beziffert wird, ist über Mirko Dickhaut zustandegekommen. Dickhaut und Sararer kennen sich aus einer gemeinsamen Zeit in Fürth. Neben der Spielvereinigung lief der KSV-Neuzugang auch für den VfB Stuttgart in der ersten Liga auf. Laut Damm ist Sararer vor allem für die Position hinter den Spitzen vorgesehen, könne aber auch auf den Außen zum Einsatz kommen.

Nicht nur in der jüngeren Vergangenheit war die Verpflichtung von Ex-Profis beim KSV Hessen erfolgreich. So absolvierte Mahir Saglik (39), der im Sommer seine Karriere beendet hat und derzeit im Nachwuchsbereich des SC Paderborn tätig ist, bald seine Trainer-A-Lizenz machen will, in zweieinhalb Jahren 69 Spiele für den KSV. In diesen war er 48 Mal erfolgreich und gab zudem 14 Vorlagen. Alban Meha (36), der seit 2021 nicht mehr aktiv ist und derzeit in Dubai lebt, kam in zwei Jahren für die Löwen auf 57 Einsätze, 17 Treffer und zwölf Assists.

Meha wird bald nach Kassel zurückkehren, eine Jugendmannschaft des KSV und zudem einen Teil der Verwaltung der Nachwuchsarbeit übernehmen. Er ersetzt damit Claus Schäfer, der sich zurückzieht – auch, weil er Geschäftsführer bei Hübner wird. Meha verlagert seinen Lebensmittelpunkt ebenfalls nach Nordhessen.

Dass der KSV im Winter weitere Transfers tätigt, ist wahrscheinlich. Trainer Damm spricht davon, dass zwei weitere Zugänge durchaus möglich seien. Vor allem im zentralen Mittelfeld, der Innenverteidigung oder auf der Außenbahn könne er sich vorstellen, dass noch etwas passiert. Allerdings wohl erst im neuen Jahr. (Maximilian Bülau)

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