Im November ist Pause

6 Szenarien: So könnte es in der Regionalliga nun weitergehen

Fußball, Feature, Eckfahne; Blick ins Auestadion: Die Heimat des KSV Hessen Kassel.
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Blick ins Auestadion: Die Heimat des KSV Hessen Kassel.

Die Fußball-Regionalliga Südwest hat wie drei weitere vierte Spielklassen für den November eine Pause angeordnet. Nur im Westen wird noch gespielt. Aber wie könnte es weitergehen auch für den KSV Hessen Kassel?

Kassel – Fakt ist: Weil bislang nur zwölf von 42 Spieltagen absolviert wurden, wird die Termin-Not größer. Der herkömmliche Spielplan wird nicht mehr funktionieren. Wir haben sechs Szenarien zusammengestellt, wie die Regionalliga Südwest vorgehen könnte.

1. Den Spielplan schnell verändern

Die Regionalliga plant zügig Alternativen bei der Spieltags-Gestaltung. Warum nicht gleich Spieltage des Novembers im Dezember nachholen, sollte es denn tatsächlich wieder auf die Plätze gehen? Angesichts der derzeitigen Zwangs- und der dann folgenden Winterpause wäre es den Spielern körperlich zuzumuten, zwei Englische Wochen einzuschieben. Je mehr Spiele die Mammutliga in diesem Jahr austragen kann, desto größer ist die Chance, die Spielzeit halbwegs geregelt zu bekommen.

Fazit: Wäre sicher umzusetzen – müsste aber mittlerweile langsam geplant sein. Deshalb: eher unwahrscheinlich.

2. Die Winterpause in den November verlegen

KSV-Vorstand Jens Rose formulierte das scherzhaft so: „Früher haben wir mit roten Bällen auf Schnee gespielt.“ Heutzutage ist Schnee ohnehin die Ausnahme. Mildere Temperaturen stellen den Sinn der Winterpause infrage. Und Regeneration haben die Spieler im November gehabt. Nach einer kurzen Pause über die Feiertage kann also zügig weitergespielt werden. Es wird Ausfälle geben, aber die gibt es im Februar auch. Und angesichts von Corona ist bei der Durchführung der Spiele ohnehin Flexibilität gefragt.

Fazit: Käme zu kurzfristig. Und Fußball im Winter macht auch als Zuschauer keinen Spaß. Von daher: Unrealistisch!

3. Das Saisonende nach hinten verschieben

Dafür gibt es viele gute Argumente. Die Liga gewinnt Zeit, wenn sie bis in den Juli hinein spielen könnte. Die Erfahrungen mit dem Virus sprechen ebenfalls dafür, denn in wärmeren Monaten steigt die Chance, spielen zu können. Ebenfalls zu bedenken: Es steigt auch die Chance, vor Zuschauern antreten zu können. Den Vereinen würde das finanziell helfen.

Fazit: Verlockende Variante, aber organisatorisch schwer. Auf- und Abstiegsregelung würde eine Verlegung quer durch alle Ligen nötig machen.

4. Nur eine Halbserie spielen

Würde die Anzahl der noch ausstehenden Spieltage auf einen Schlag von 30 auf neun reduzieren. Aber: Es gibt zwei Probleme. Zum einen ist da natürlich das Heimrecht, das manche Teams weniger als andere hätten, zudem vielleicht nicht in wichtigen Partien. Bayern Alzenau durfte zudem anfangs nicht zuhause antreten, weil der Klub in Bayern beheimatet ist und würde so wahrscheinlich deutlich weniger Partien im eigenen Stadion haben. Die größere Schwierigkeit bei dieser Idee ist aber die finanzielle Seite. KSV-Vorstand Jens Rose sagte zuletzt, dass eine halbe Saison den Etat nicht decken könnte.

Fazit: Keine Option.

5. Die Liga nach einer Halbserie teilen

Bedeutet: Alle Teams tragen zunächst 21 Spiele aus, und dann wird die Liga in zwei Hälften unterteilt. Von Platz eins bis elf wird der Aufsteiger ausgespielt, von Platz zwölf bis 22 werden die Absteiger ermittelt – jeweils in einer einfachen Runde. Problematisch auch hier: die Verteilung von Heim- und Auswärtsspielen.

Fazit: Eine Option, die Spannung versprechen würde und zumindest einmal durchdacht werden sollte.

6. Spielen – so lange es geht – und den Quotienten entscheiden lassen

Es wird nach Plan einfach weitergemacht. Der 12. Juni bleibt der letzte Spieltag. Anschließend wird eine Quotiententabelle erstellt. Ähnelt dem Vorgehen aus Hessen, nach dem coronabedingten Saisonabbruch in diesem Jahr. Nun wäre es dieses Mal keine Notlösung, sondern ein kalkuliertes Risiko.

Fazit: Denkbar. Hat allerdings Schwachstellen, da Teams Partien absichtlich „ausfallen“ lassen könnten. (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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