Trio trifft für die Löwen

Ein temporeiches Wochenende: KSV Hessen siegt 3:1 bei der Reserve des VfB Stuttgart

Nael Najjar.
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Torschützen gegen Stuttgart: Nael Najjar.

Auch am Sonntag hatte Tobias Damm noch nicht genug. Für den 38 Jahre alten Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel ging das temporeiche Wochenende weiter – dieses Mal allerdings von der Couch aus.

Kassel/Stuttgart – Damm schaute das Saisonfinale der Formel 1 und verzichtete dafür sogar mal auf ein Handballspiel seiner Tochter. Temposport hatte er auch einen Tag zuvor gesehen, als seine Löwen bei der Reserve des VfB Stuttgart antraten. Mit dem besseren Ende für den KSV, der 3:1 (2:0) siegte und den zweiten Erfolg in Folge einfuhr. Dafür verantwortlich war eine „top Mannschaftsleistung“, wie der Coach es beschreibt. Getroffen hat ein Trio, das derzeit einfach richtig gut in Form ist. Zudem feierte einer sein Comeback.

Nael Najjar

Nael Najjar ist der Dauerbrenner bei den Löwen. Der 25-Jahre alte Außenverteidiger verpasste noch keine einzige Sekunde in dieser Saison. Und seit er wieder auf seiner angestammten rechten Seite agieren darf, blüht er auf. Die ersten drei Spiele absolvierte er rechts, lieferte dabei eine Vorlage. Anschließend wechselte er zwangsweise auf die linke Außenbahn, weil Alexander Mißbach fehlte. Zurück ging es dann am 13. Spieltag beim 3:1-Sieg gegen Mainz II. Najjar bereitete zwei Treffer vor.

In den folgenden neun Partien kamen drei weitere Assists hinzu – aber auch zwei eigene Tore, eins vergangene Woche gegen Großaspach, eins nun in Stuttgart. Brian Schwechel spielte einen starken Pass in die Schnittstelle, Najjar war gestartet, hätte auch abspielen können, machte es aber selbst und traf zur Führung (14.). Auch an den zwei weiteren Toren für den KSV hatte der 25-Jährige Anteil, trat den Freistoß vor dem 2:0 und die Ecke vor dem 3:1. Beides waren keine direkten Vorlagen, aber dennoch war Najjar beteiligt.

Daniele Vesco

Das 2:0 erzielte Daniele Vesco. Nach einem Najjar-Freistoß verloren die Löwen zwar das Luftduell, doch der Ball landete vor dem Schweizer, der nicht lange fackelte und traf (45.+2). Auch der 21-Jährige kam bislang in jeder Partie zum Einsatz. Nach seinem Tor am ersten Spieltag gegen Steinbach fiel er allerdings in ein kleines Loch. Ganz normal, findet Damm. Denn der junge Offensivspieler musste sich schließlich an den Herrenfußball in Deutschland gewöhnen.

Das ist ihm mittlerweile gelungen, drei Tore in den vergangenen drei Spielen sind der beste Beweis dafür. Und nach Wochen als Einwechselspieler gehörte Vesco in den fünf Partien zuletzt immer zur Startformation. „Er hat sich im Spiel gegen den Ball enorm verbessert, führt Zweikämpfe und hält defensiv den Anschluss an die Sechser“, sagt Damm. „Die Anlagen sind ohnehin da, dynamisch und technisch ist er richtig gut“, fügt der Trainer an. Vesco ist nun zusammen mit Moritz Flotho mit vier Treffern der beste Torschütze des KSV Hessen.

Brian Schwechel

Brian Schwechel und der VfB Stuttgart – das passt irgendwie. Im Hinspiel erzielte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler mit der letzten Aktion den 3:2-Siegtreffer. Nun war Schwechel erneut erfolgreich, dieses Mal war es das vorentscheidende 3:1, das ihm in der 76. Minute gelang. Nach einem Najjar-Eckball drückte Schwechel den Ball über die Linie. Der 23-Jährige hat sich mittlerweile einen Stammplatz erarbeitet. Umso schöner war sein drittes Saisontor, weil er wenige Minuten vorher den Elfmeter verursacht hatte, den Stuttgarts Falko Michel zum Anschlusstreffer verwandelte (68.).

Kevin Nennhuber

Eine besondere Geschichte hielt diese Partie noch parat: In der 75. Minute wechselte Damm Kevin Nennhuber für Vesco ein. Es war der erste Einsatz des 33 Jahre alten Innenverteidigers in dieser Saison – und gleichzeitig das Ende einer langen Leidenszeit. Das letzte Mal hatte Nennhuber am 8. Mai gespielt. Weil Hendrik Starostzik die fünfte Gelbe Karte sah, könnte Nennhuber am kommenden Samstag beim letzten Spiel des Jahres gegen den FSV Frankfurt sogar schnell wieder in der Startelf stehen. (Maximilian Bülau)

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