Am Dienstag geht es nach Offenbach

KSV Hessen siegt 3:0 gegen Alzenau: Eine Rückkehr und ein Pfund

(von links) Jon Mogge, Alban Meha, Frederic Brill sowie Adrian Bravo Sanchez.
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Sie hatten allen Grund zum Jubeln: (von links) Die KSV-Spieler Jon Mogge, Alban Meha, Kapitän und Rückkehrer Frederic Brill sowie Adrian Bravo Sanchez feiern einen Treffer beim 3:0-Erfolg gegen Bayern Alzenau.

Das war ein Neustart nach Maß für die Fußballer des KSV Hessen: Im ersten Regionalliga-Spiel nach der coronabedingten Unterbrechung feierten die Löwen einen am Ende ungefährdeten und verdienten 3:0-Erfolg gegen Bayern Alzenau.

Kassel –Zum ersten Mal in dieser Saison reichten damit drei erzielte Treffer auch zu drei Punkten, zum zweiten Mal blieb das Team von Trainer Tobias Damm ohne Gegentor. Das fiel auf:

Der Rückkehrer

Kapitän Frederic Brill war ein Profiteur der Zwangspause. So konnte sich der 28-Jährige von seinem Innenbandriss erholen. Wie wichtig Brill für die Löwen ist, das zeigte er dann wieder einmal durch viele gewonnene Kopfballduelle und Zweikämpfe. Durch lautstarke Rufe und das Anfeuern seiner Mitspieler. „Ich bin kaputt, aber glücklich“, sagt er hinterher. „Es hat sich gut angefühlt, ich konnte 90 Minuten gehen.“

Brill hob die Art und Weise dieses Sieges hervor. „Das hat mir gut gefallen“, sagte er. Sein Spiel dem Gegner dagegen weniger. „Es ist meine Aufgabe, den anderen Mannschaften die Lust zu nehmen“, merkte der 28-Jährige an. Wir sagen: Aufgabe erfüllt.

Die Anfangsphase

„Nach sechs Wochen Pause mussten wir erst mal reinkommen. Dadurch, dass Alzenau früh angelaufen ist, haben wir unser Spiel etwas umstellen müssen“, sagte KSV-Innenverteidiger Kevin Nennhuber. Damit meinte er, dass die Löwen fortan vor allem auf die zweiten Bälle gingen und somit mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen bekamen. Alban Meha sorgte dann in der 26. Minute mit seinem abgefälschten Schuss von der linken Seite für das 1:0 und zusätzliche Ruhe.

Die Schussgewalt

Ingmar Merle wirkte selbst ein bisschen überrascht – auch, weil sich Alzenaus Trainer Artur Lemm und er bestens kennen. Über die Schussgewalt aus der zweiten Reihe, die den KSV-Spieler ja zweifelsohne auszeichnet, haben sie wohl noch nicht gesprochen. So war Merle erst bei einer Eckball-Variante völlig frei und drosch den Ball knapp drüber. „Das war schon ein ordentliches Pfund“, sagte Inge. In der 58. Minute zog er erneut aus der Distanz ab, und der Ball rauschte abgefälscht zum 2:0 ins Netz. „Mehr Platz konnten sie mir in dieser Situation eigentlich gar nicht geben“, sagte Merle und lachte.

Die Sache mit Saglik

Ja, der Ball von Merle war abgefälscht. Und ja, er war so deutlich abgefälscht, dass auch Damm kurz nach dem Spiel sagte: „Das Tor gehört Mahir, keine Frage. Schon in Bahlingen hatte er einen Treffer erzielt, der zunächst Lukas Iksal gutgeschrieben wurde“, erinnert sich der Trainer. Da liegt natürlich die Vermutung nahe, dass Mahir Saglik eine Tor-Wette laufen hat. Damm wiegelte aber ab: „Nein, da ist mir nichts bekannt.“ Beim 3:0 in der 64. Minute war es dann unstrittig: Nach Sagliks Schuss an die Unterkante der Latte landete der Ball schließlich im Tor.

Die Tests

Mit dem Neustart der Regionalliga gibt es nun ja auch die Auflage, dass alle Beteiligten einen Tag vor dem Spiel auf das Coronavirus getestet werden müssen. Beim KSV Hessen fielen laut Trainer Damm die ersten Tests am Freitag allesamt negativ aus. Und auch sonst war der Coach zufrieden: „Das hat alles reibungslos und schnell funktioniert“, sagte er. (Torsten Kohlhaase und Maximilian Bülau)

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