Er wartet zwar weiter auf ein Tor, glänzt aber als Vorbereiter

KSV-Stürmer Tobias Damm: Einer, der fürs Team arbeitet

Tobias Damm

Kassel. An einer Sache hat sich auch nach dem gestrigen Abend nichts geändert: Tobias Damm wartet weiter auf sein nächstes Tor für den KSV.

Mehr als 1300 Minuten oder über 22 Stunden ist es her, dass der Löwen-Stürmer zum letzten Mal in der Regionalliga getroffen hat. Am 15. März dieses Jahres war es, beim 2:2 in Freiburg. Nach einigen vergebenen Chancen in Ludwigshafen gegen Worms hatte der 31-Jährige gestern zwar kaum eine Möglichkeit auf dem Fuß – und trotzdem war er beim 3:1 (2:0) gegen Pirmasens vor allem in der ersten Halbzeit einer der wichtigsten Kasseler Spieler auf dem Feld.

Damm ist ein unermüdlicher Arbeiter, holt bereits in der zweiten Minute einen Eckball raus, auch wenn ihm kurz danach ein Fehlpass im Mittelfeld unterläuft. Aber er macht weiter, sucht seine Chance. Und findet sie. In der zwölften Minute sprintet Damm in den mustergültigen Pass von Tim Welker auf der rechten Seite, legt quer in den Strafraum und bedient den Abbonement-Torschützen Shqipon Bektashi, der nur noch einschieben braucht. Mindestens die Hälfte des Führungstores gehen auf das Konto von Tobias Damm.

Der macht auch im Anschluss weiter – als einer, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Er leitet in der Offensive die meisten Bälle per Kopf weiter, holt Freistöße in aussichtsreichen Positionen raus. Vor allem aber schafft er Freiräume für seine schnellen Mitspieler und ist kurz vor der Pause auch am zweiten Treffer der Löwen beteiligt. Weil Tobias Damm im eigenen Strafraum aushilft und den Ball aus der Gefahrenzone in Richtung Mike Feigenspan köpft, kann der seinen Turbo zünden, bis zum gegnerischen Tor sprinten und das 2:0 erzielen.

„Im Fußball gibt es einfach Phasen, in denen du als Stürmer länger auf ein Tor warten musst. Wichtig ist, wie du damit umgehst. Und wenn die Mannschaft so wie heute wieder Erfolg hat, dann ist es doch egal, wer trifft“, sagte Tobias Damm nach dem Spiel. Immerhin liegt sein letzter Pflichtspieltreffer im Hessenpokal-Finale gegen Gießen nicht ganz so weit zurück

Auch wenn ihm in der zweiten Halbzeit gegen Pirmasens dann nicht mehr alles gelingt und er in der 65. Minute für Sylvano Comvalius Platz machen muss, kann er auf einen gelungenen Abend zurückblicken. Denn er war an den ersten beiden Löwen-Toren als Vorbereiter beteiligt – und das dürfte immerhin ein bisschen über die knapp sechsmonatige Torflaute in der Regionalliga hinwegtrösten.

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