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Spielerzeugnis für die Fußballer des KSV Hessen: Einer sprintet noch, wenn alle müde sind

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Von: Maximilian Bülau

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Nael Najjar (links) und Jonas Brändle.
So kennt man ihn: Nael Najjar (links) vom KSV Hessen im Sprintduell mit Großaspachs Jonas Brändle. © Andreas Fischer

Die Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest ist abgeschlossen. Der KSV Hessen Kassel hat die Spielzeit nach einem Umbruch im vergangenen Sommer auf einem starken siebten Platz beendet.

Kassel – Zeit, um den Akteuren ein Zeugnis für das Jahr auszustellen.

Die Torhüter

Nicolas Gröteke: Im letzten Saisonspiel stand der 21-Jährige nach einer Meniskusverletzung und einem halben Jahr Pause wieder auf dem Platz – und hielt den Kasten beim 3:0-Erfolg gegen Gießen gleich mal sauber. Das sechste Zu-Null-Spiel für Gröteke, der in seiner ersten Saison als Stammkeeper zeigte, wie viel Potenzial er hat. Wenn man eine Schwäche finden möchte, dann in Sachen Strafraumbeherrschung.

Maximilian Zunker: Sogar acht Mal ohne Gegentreffer blieb Gröteke-Vertreter Zunker. Von 16 Partien mit ihm im Tor verlor der KSV nur drei. Ein mehr als nur solider Vertreter, der gezeigt hat, warum sich der KSV auf der Torhüterposition auch im kommenden Jahr keine Sorgen machen muss.

Moritz Schunke: Kam zu einem Einsatz, als auch Zunker ausfiel – ein 1:2 gegen den Letzten Schott Mainz.

Die Abwehr

Hendrik Starostzik: Ganz starkes erstes Jahr des Innenverteidigers für den KSV. Gleich Chef hintendrin, fehlte nur viermal. Auch als Lautsprecher enorm wichtig für die junge Mannschaft.

Maurice Springfeld: Noch ein defensiver Neuzugang, der voll einschlug. Bildete mit Starostzik die meiste Zeit ein Duo, bewies aber auch seine Vielseitigkeit. Stark im Spielaufbau.

Alexander Mißbach: Im vergangenen Jahr fast weg, dann doch geblieben – und das ist gut so. Laut Trainer Tobias Damm Trainingsweltmeister. Die Stellung als Vize-Kapitän zeigt seinen Wert im Team. Auf dem Feld immer eine verlässliche Konstante.

Kevin Nennhuber: Nach schier endloser Fußverletzung kehrte er im Dezember zurück. Machte immerhin noch 14 Spiele und zeigte auch, warum er im Jahr zuvor der Abwehrchef war.

Nael Najjar: Wenn keiner mehr laufen kann, sprintet Najjar immer noch die Linie hoch und runter. Verpasste nur zwei Spiele und stand sonst immer über 90 Minuten auf dem Feld. Der Rechtsverteidiger ist bester Vorlagengeber der Löwen (acht), traf dazu noch zweimal selbst. Unfassbar fit, unfassbar wichtig fürs KSV-Spiel.

Ingmar Merle: Eine Meniskusverletzung bremste auch Inge aus. Schon vorher eine Saison mit gesundheitlichen Rückschlägen. Aber wie gewohnt war er sonst da, wenn er gebraucht wurde – und hatte keine Probleme mit der Positionswechselei.

Paul Stegmann: Zwei Kurzeinsätze, einmal von Beginn an auf dem Feld. Muss sich noch entwickeln.

Tim Brandner und Leonardo Zornio kamen wegen Verletzungen nicht zum Einsatz.

Das Mittelfeld

Frederic Brill: Kapitän, Anführer, Abräumer. Er ist die ordnende Hand im Mittelfeld und Führungsfigur für die jungen Spieler.

Serkan Durna: Hatte zuletzt nicht mehr so viel Spielanteile, bewies aber vor allem in der Hinrunde mit seiner quirligen und lauffreudigen Art, dass mit ihm zu rechnen ist. 29 Einsätze sind mit die meisten bei den Löwen.

Tim Dierßen: Kam in der Winterpause und bereicherte im zentralen Mittelfeld die Ideenschmiede des KSV. Zuletzt stoppte ihn eine Knieverletzung.

Marco Dawid: Apropos Knieverletzung – damit ist das Flügelflitzer-Eigengewächs bereits in die Saison gestartet. Zeigte zuletzt bravourös, dass er Tore schießen und vorbereiten kann. Ganz starker Endspurt.

Aram Kahraman: Seine unaufgeregte Spielweise hat dem KSV vor allem in der Hinrunde gut zu Gesicht gestanden. Fehlte dann zum Auftakt der Rückrunde verletzt und kam nur noch sporadisch zum Einsatz.

Nils Stendera: Zukunft weiter ungewiss. Ob es für ihn reicht, wird sich zeigen. Hatte aufgrund eines Innenbandanrisses auch nicht die komplette Saison, um sich zu beweisen. Zuletzt aber immer besser in Form.

Steven Rakk: Wechselte mit einem Innenbandriss zum KSV, gehörte aber in den letzten acht Spielen zum Inventar. Ist im defensiven Mittelfeld einer, der vor allem durch Robustheit auffällt.

Mate Mustapic und Malte Suntrup kamen nur zu Kurzeinsätzen.

Der Angriff

Jascha Döringer: Der Mann, der überall auftaucht. Links, rechts – manchmal holt er sich die Bälle auch aus der eigenen Hälfte. Ein echter Gewinn im ersten Löwen-Jahr.

Daniele Vesco: Der Schweizer hatte Anlaufschwierigkeiten, ist mittlerweile aber bestens integriert. Technisch versiert und torgefährlich.

Moritz Flotho: Mit seinen 19 Jahren ist er ordentlich durchgestartet aus der Jugend. Spielt extrem körperbetont, verschafft sich Respekt und zeigt mit sechs Treffern, dass er bestens weiß, wo das Tor steht.

Jon Mogge: Die Frage aller Fragen: Bleibt er, oder geht er? Zwischenzeitlich standen die Zeichen schon mehr auf Abschied, mit vier Toren zuletzt hat er aber noch mal Werbung in eigener Sache gemacht.

Lukas Iksal: Eine Saison in zwei Phasen. Zunächst fast immer Stammspieler, dann häufig nur noch eingewechselt. Aber immer unangenehm, weil enorm lauf- und kampfstark. Etwas mehr Torgefahr wäre noch gut.

Marcel Fischer: Hat endlich den Durchbruch geschafft. Kam 29 Mal zum Einsatz, traf viermal. Für seine Größe schnell. Seine Kopfballstärke steht den Löwen gut. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

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