Siegtreffer in Überzahl verpasst

Ersatzgeschwächter KSV Hessen trotzt schnellen Hoffenheimern 1:1 ab

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Einst Teamkollegen, nun Gegner: Marco Dawid (links) überzeugte auf Seiten des KSV Hessen und verfolgt in dieser Szene den Ex-Löwen Benjamin Trümner, der für die Reserve der TSG Hoffenheim spielt.

Kassel. Für den KSV Hessen Kassel stand am Ende beim 1:1 (0:1) ein Punktgewinn gegen die seit acht Spielen ungeschlagene Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Südwest, die TSG Hoffenheim 2.

Ein Blick auf die Mannschaftsaufstellung genügte, um zu sehen, dass die 120 Minuten plus Elfmeterschießen in Offenbach nicht so einfach am KSV Hessen vorbeigegangen sind. Das verlorene Halbfinale im Hessenpokal hatte Spuren hinterlassen. Nur vier Feldspieler saßen gegen die Reserve der TSG Hoffenheim auf der Ersatzbank, darunter mit Pascal Itter und Rolf Sattorov zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft.

Eine weniger gute Nachricht war allerdings, dass die Löwen, auch wenn sie stark ersatzgeschwächt waren – Henrik Giese und Nicolai Lorenzoni gesperrt, Tobias Damm (Wadenprobleme) und Frederic Brill (Außenbandreizung) verletzt – zum elften Mal in dieser Saison die Punkte mit dem Gegner teilten. Zudem verpassten die Gastgeber in den letzten 20 Minuten in Überzahl den Siegtreffer mehrfach.

Aber der wäre an einem Nachmittag mit nicht immer fußballerischer Feinkost auch zu viel des Guten gewesen. „So ein Pokalspiel musst du erstmal mental verarbeiten, hinzu kommt die personelle Dezimierung. Unter diesen Bedingungen haben wir vor allem in der ersten Halbzeit gegen schnelle Hoffenheimer richtig Probleme gehabt“, sagte KSV-Trainer Matthias Mink.

Mit Kapitän Tobias Becker in der Innenverteidigung sahen sich die Löwen immer wieder den schnellen und kombinationssicheren Spielzügen der Gäste gegenüber. Doch meist war Endstation bei einem, der seine starke Pokalform konservierte: Kevin Rauhut. Der KSV-Torwart klärte gegen den freistehenden Felix Lohkemper (21.) und später auch gegen Yannick Thermann (47., 60.). Beim exzellenten Freistoßtreffer von Baris Atik in der 35. Minute blieb der Keeper allerdings ohne Chance.

„Unser erster Eckball nach der Pause war dann eine Art Initialzündung. Wir haben Hoffenheim endlich vor schwierigere Aufgaben gestellt“, sagte Mink. Eine unlösbare servierten die Löwen ihren Gästen in der 70. Minute. Der starke Marco Dawid sprang in den Strafraum der TSG hinein und wurde von Benedikt Gimber angegangen. Schiedsrichter Thorsten Braun zeigte nicht nur auf den Punkt, sondern gab dem Hoffenheimer auch Gelb-Rot. Den fälligen Strafstoß wollte zunächst Becker schießen, doch dann schnappte sich Sylvano Comvalius den Ball und traf zum Ausgleich.

In der Schlussphase wurde dann deutlich, warum der KSV in dieser Saison nicht um den Aufstieg mitspielt. In Überzahl arbeiteten sich die Löwen teils richtig gute Chancen heraus, doch zweimal Comvalius, Mike Feigenspan und auch Dennis Lemke brachten den Ball nicht im Tor unter. So blieb es am Ende beim 1:1 und der Erkenntnis, dass die schnellen Hoffenheimer zwar weiter ungeschlagen bleiben, zumindest aber keine drei Punkte aus Kassel entführen.

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