Endlich ein Tor und trotzdem geärgert: KSV beendet Heimflaute

Kassel. Es hätte eigentlich nahezu alles gut sein müssen an diesem im Auestadion. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hatte seine Torflaute vor eigenem Publikum nach endlos langend 494 Minuten endlich beendet.

Er hatte sein Spiel gegen den FC Homburg überlegen gestaltet, ließ fast keine Chance des Gegners zu und war vor allem dank seines guten Umschaltspiels immer wieder gefährlich. Dass am Ende trotzdem lange Gesichter vorherrschten, dass Torschütze Sylvano Comvailus feststellen musste: "Die Enttäuschung überwiegt", das hatte einen einfachen Grund. Die Löwen waren nicht als der verdiente Sieger vom Platz gegangen, der sie eigentlich hätten sein müssen. Murat Bildirici hatte in der 81. Minute mit einem Freistoßtor aus rund 28 Metern die gute Laune abrupt beendet.

"Natürlich ist das ärgerlich", sagte auch Trainer Matthias Mink, der eben nicht nur feststellen konnte, "dass wir wieder Tore schießen können", sondern auch hinterherschieben musste: "Wir können auch wieder welche kassieren." Der Torflaute im Auestadion hatte ja auch gegenübergestanden, dass der KSV in den letzten vier Partien kein Gegentor kassiert hatte. Dass es nicht zu einem fünften "zu Null" reichte war unnötig, weil die Gastgeber sich vor dem Freistoß einen Ballverlust leisteten. Und weil Torhüter Kevin Rauhut, bis dahin sicherer Rückhalt, nicht glücklich aussah. Noch unnötiger war aber, dass dieser Gegentreffer solche Auswirkungen hatte.

"Wir haben die Chancen zum 2:0 liegen lassen", ärgerte sich Comvalius. "Homburg spielte nach dem Rückstand so hohes Risiko. Das hätten wir einfach bestrafen müssen", kritisierte Mink. Die Chancen dazu waren ja da. Die Gastgeber waren von Beginn an das dominierende Team, auch wenn es einmal mehr dauerte, bis das auch zu guten Strafraumszenen führte. Vor allem das gut aufgelegte Flügelduo Tobias Damm und Mike Feigenspan sorgte dann mit seinen energischen Vorstößen für Gefahr. Comvalius fiel dagegen etwas ab, hat nach seiner Verletzung weiter Probleme im Tempo, agierte einige Male zu umständlich - aber er war es eben, der mit seiner ersten Chance ins Tor traf. Auch das 1:0 in der 44. Minute resultierte aus einer Balleroberung und folgendem schnellen Umschalten. Feigenspan drang in den Strafraum ein und legte quer auf Comvalius, dessen Schuss am Innenpfosten und von da im Tor landete. Die Erleichterung war riesig nach diesem Treffer. "Endlich ein Tor. Und eine verdiente Führung", freute sich der Torschütze.

KSV spielt unentschieden gegen den FC Homburg

Und bei dieser Führung hätte es eigentlich bleiben müssen. Nach dem Wechsel, als Homburg das Spiel öffnete, da nutzten die Löwen den Platz mehrfach für sehr ansehnliche Konter. Fast schon tragisch: Ausgerechten Damm, der beste KSVer an diesem Tag, vergab die beste Chance. In der 49. Minute hob er nach Feigenspans Vorarbeit den Ball zwar über Torhüter Florian Fromlowitz, aber eben auch über das Tor. Selbst nach dem späten Ausgleich hätten die Gastgeber noch als Sieger vom Feld gehen können. Doch der Volleyschuss von Nicolai Lorenzoni landete auf der Latte. Pech kam also auch noch dazu an diesem Nachmittag im Auestadion, an dem eigentlich alles hätte gut sein müssen. Und an dessen Ende Trainer Mink feststellte: "Wir haben eine ordentliche Hinrunde gespielt, wir haben weiter großes Vertrauen in unsere Arbeit. Aber wir haben ein paar Punkte weniger als möglich gewesen wäre."

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