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Er will ein Glücksbringer werden: Oliver Issa Schmitt vor Rückkehr beim KSV Hessen

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Von: Maximilian Bülau

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Oliver Issa Schmitt (rechts) und Justin Isiah Che.
Sein bislang einziger Einsatz für den KSV: Oliver Issa Schmitt (rechts), hier im Duell mit dem Hoffenheimer Justin Isiah Che. © Imago/Eibner

90 Minuten hat Oliver Issa Schmitt für den KSV Hessen Kassel absolviert. Eine Partie stand er in der Fußball-Regionalliga Südwest über die gesamte Spielzeit auf dem Feld.

Kassel – Zum Start bei der Reserve der TSG Hoffenheim war das. Kurz danach verletzte er sich im Training. Außenbandriss. Und dazu der Verdacht: Das Kreuzband könnte ebenfalls beschädigt sein. Es war ein Schock für die Löwen, die den 22-Jährigen erst kurz zuvor verpflichtet hatten.

Damals, Anfang August, wurde über eine Ausfallzeit von einem halben Jahr gesprochen. Im schlimmsten Fall. Doch in dieser Woche stand Schmitt nun wieder auf dem Rasen, trainierte noch ohne Zweikämpfe. In der kommenden Woche steigt er voll ein. Ein Lichtblick. Trainer Tobias Damm stellt dem Linksaußen in Aussicht, bereits gegen Trier am 13. November im Kader auftauchen zu können. Für die Partie morgen im heimischen Auestadion gegen den Bahlinger SC (14 Uhr) kommt ein Einsatz aber noch zu früh.

Schmitt, der seine Reha in der Heimat in Köln absolvierte, hat nun auch eine Wohnung in Kassel gefunden. Weil er zumeist allerdings nicht vor Ort war, hat er viele Spiele bislang nur im Stream gesehen. Ab und zu hat er es auch nach Kassel geschafft – allerdings ohne großen Erfolg. „Wenn ich da war, haben wir immer verloren. Nur einmal gab es ein Unentschieden gegen Koblenz“, erzählt der 22-Jährige. Als Glücksbringer taugte er bislang also nicht. Doch das soll – und muss – sich nun ändern. Da Schmitt nun eben in Kassel zuhause ist, wird er regelmäßig im Auestadion, bald selbst wieder beteiligt sein. Auch morgen feuert er die Löwen als Zuschauer an. Auf Sicht möchte er nicht nur ein Glücksbringer werden, sondern durch seine Leistung an Siegen mitwirken.

Für Schmitt waren die vergangenen Wochen nicht weniger schwer als für seine Kollegen beim KSV Hessen: „Es war ein später Transfer mit mir. Dann willst du direkt mithelfen und verletzt dich. Bei der Mannschaft läuft es nicht. Das ist umso bitterer, klar“, sagt er. Nun lernt er seine Mitspieler noch einmal neu, anders kennen. Schließlich war er zweieinhalb Monate kaum vor Ort, vorher nur knapp drei Wochen in Kassel. Schmitt hofft jedenfalls auf einen Einsatz noch in der Hinrunde. „Das Knie hält, ich habe keine Probleme. Also: Warum nicht?“, ist er optimistisch.

Sein Trainer sieht das ähnlich. „Das Kreuzband hat zum Glück überhaupt keinen Schaden genommen. Er braucht noch ein bisschen Kraft, zwei, drei Wochen Fußballtraining. Aber er ist auf einem guten Weg. Alles ging schneller als gedacht. Er hat keine Schmerzen und keine Probleme“, ist Damm zufrieden. Schmitt war eigentlich für die linke Außenbahn in der 3-5-2-Grundordnung vorgesehen. Diese Position bekleidete nun zumeist Serkan Durna.

In seiner Dreierkette muss der Coach morgen aber womöglich wieder umstellen. Kevin Nennhuber hat sich gegen die Reserve von Mainz 05 eine Hüftprellung zugezogen, sein Einsatz ist fraglich. Zudem fehlen Steven Rakk und Nael Najjar gesperrt. Jascha Döringer kehrt dagegen zurück, hat seine Muskelverletzung in der Wade auskuriert.

Die vergangenen beiden Heimspiele hat der KSV gewonnen. Das soll nun auch mit Schmitt gelingen. (Maximilian Bülau)

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