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Erfolge vor allem in Paderborn

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Über Kassel und Baunatal nach Paderborn und zu St. Pauli: André Schubert.
Über Kassel und Baunatal nach Paderborn und zu St. Pauli: André Schubert.

Kassel. Eine der Gewinnerinnen des neuen Jobs von André Schubert dürfte dessen Mama sein. Der Sohn wird nämlich jetzt öfter wieder in der Heimat sein und dann auch bei ihr vorbeischauen, wie Schubert es am Montagvormittag sagte. Da wurde er, der weiterhin in Paderborn wohnt, als neuer Sportvorstand des KSV Hessen Kassel vorgestellt.

Damit erweitert Schubert sein Spektrum, nachdem er schon viele Aufgaben übernommen hat, die der Fußball so bereithält. Seine Karriere begann dabei recht unspektakulär, weil er als Spieler nie höherklassig aktiv war. Der TSV Rothwesten, der FSC Lohfelden, der TSV Wolfsanger, der OSC Vellmar und der KSV Baunatal waren seine Stationen als Abwehrspieler. Da sind nordhessische Spitzenklubs dabei, aber natürlich keine deutschen.

Dass er auch ohne Laufbahn als Profifußballer ein großes Trainertalent ist, zeigte sich spätestens zu der Zeit, als er seine Ausbildung zum Fußballlehrer absolvierte. Erste Erfahrungen hatte Schubert zuvor schon beim KSV Baunatal und als nordhessischer Stützpunktkoordinator des Deutschen Fußball-Bundes gesammelt. Womöglich trug das auch dazu bei, dass er schließlich als Jahrgangsbester 2004 auf sich aufmerksam machte.

In den bezahlten Fußball ging es für Schubert schließlich 2006. Zweitligist Paderborn holte den Nordhessen nach Ostwestfalen, machte ihn zum Leiter der Sport- und Nachwuchsförderung sowie zum Trainer der zweiten Mannschaft. Eine Aufgabe, bei der Schubert wichtige Erfahrungen machte – und die nächsten Schritte einleitete. 2009 dann wurde er zunächst Sportlicher Leiter des zu diesem Zeitpunkt Drittligisten, im Mai löste er schließlich Pawel Dotschew als Cheftrainer der ersten Mannschaft ab. Der Sprung ins Profigeschäft war endgültig vollzogen. Und wurde von Erfolg gekrönt: Mit Schubert schaffte der Klub die Rückkehr in die 2. Liga und im Jahr darauf einen starken fünften Platz.

Dank auch dieser Resultate war Schubert ein gefragter Mann. Der Kasseler wechselte schließlich im Sommer 2011 zum Kultklub St. Pauli – als Nachfolger der Pauli-Ikone Holger Stanislawski. Nach einer sehr ordentlichen ersten Saison mit Platz vier wurde Schubert im September 2012 entlassen – wohl auch, weil es Probleme auf der menschlichen Ebene mit einigen Spielern gab. Für den Film „Trainer“ wurde er von Dokumentarfilmer Aljoscha Pause ein Jahr lang begleitet. Dabei gibt Schubert interessante Einblicke in seine Arbeit. Nun beginnt für den 42-Jährigen, der ledig ist, ein neuer Abschnitt als KSV-Vorstand. (hag/frz)

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